US-Bank: Auch Goldman Sachs überzeugt im Handel

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Auch Goldman Sachs überzeugt im Handel

Wie bei den anderen amerikanischen Großbanken lief auch bei Goldman Sachs vor allem das Handelsgeschäft im dritten Quartal. Das Geldhaus konnte den Nettogewinn um 47 Prozent auf 2,1 Milliarden Dollar steigern.

New YorkEin florierender Handel hat Goldman Sachs im Sommer die Kasse gefüllt. Die führende Investmentbank der Wall Street teilte am Dienstag mit, unter dem Strich im dritten Quartal 2,1 Milliarden Dollar verdient zu haben, 58 Prozent mehr als vor Jahresfrist. Es ist bereits das zweite Vierteljahr in Folge mit Zuwächsen, nachdem es zuvor vier Quartale am Stück bergab ging. Rund lief es von Juli bis September – wie schon bei der Konkurrenz – vor allem im Handel: Mit festverzinslichen Wertpapieren, Rohstoffen und Währungen nahm Goldman Sachs 34 Prozent mehr ein, mit Aktien zwei Prozent.

Zuletzt hatten schon andere US-Geldhäuser wie JP Morgan, Citigroup und Bank of America vom Handel profitiert. Die Märkte schwankten im Sommer stark nach dem britischen Votum für einen EU-Austritt und wegen der Unsicherheit über den weiteren Zinskurs der US-Notenbank (Fed). Goldman-Hauptrivale Morgan Stanley wird seine Quartalsbilanz am Mittwoch vorlegen.

Zahlen der Deutschen Bank werden für Ende Oktober erwartet. Sie mischt im Geschäft mit festverzinslichen Wertpapieren ebenfalls mit, hat aber regelmäßig mit Sonderlasten wegen Rechtsstreitigkeiten zu kämpfen, die auch dieses Mal die Quartalsbilanz wieder überschatten dürften.

An der Wall Street verteuerten sich Goldman-Aktien vorbörslich um mehr als ein Prozent. Gewinn und Einnahmen lagen über den Analystenschätzungen. Auch die Konkurrenz hatte zuletzt die Investoren am Kapitalmarkt positiv überrascht.

Goldman Sachs hat sein Geschäft nach der weltweiten Finanzkrise von 2007/08 verschlankt und die Kosten gesenkt. Im abgelaufenen Quartal erhöhten sich die operativen Aufwendungen allerdings um zehn Prozent. Die Personalkosten, die viel stärker als bei anderen Unternehmen am Erfolg hängen, schossen um gut 36 Prozent in die Höhe.

Agentur
Reuters 
Thomson Reuters Deutschland GmbH / Nachrichtenagentur
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