Ein Sprecher des BVI, der Interessenvertretung der Fondsbranche, zeigte sich skeptisch, ob Finanzinvestoren zum Zuge kommen. „Für viele Banken sind die Fondshäuser doch Ertragsperlen, die man nicht so einfach weggibt.“ Allerdings sei alles letztlich eine Frage des Preises.
Neben den Vermögensverwaltern analysieren die Manager bei Hellman & Friedman auch Brokerhäuser, Börsen und Versicherungen. „Gerade in der Assekuranz ist die Konsolidierung erst am Anfang, Versicherungspolicen sind ja heute eher ein Rohstoff geworden. Bei den Börsen können wir schon auf unsere Erfahrungen mit der Nasdaq zurückgreifen, an der wir 20 Prozent halten“, erklärt Healy.
Das Management von Hellman & Friedman wurde in der Fachzeitschrift „Institutional Investor“ als „sehr vorsichtig und diszipliniert“ beschrieben. Der Fremdkapitalanteil lag nach Unternehmensangaben in der Vergangenheit bei durchschnittlich nur 35 Prozent des Transaktionsvolumens.
Allerdings habe man angesichts des Wettlaufs um die Deals die Schlagzahl zuletzt erhöht, heißt es. „Es gibt so viele Spieler im Markt, und die Liquidität ist unvermindert hoch. Außerdem kommen die Banken zurück, und sogar russische Geldgeber tauchen in den Auktionen auf vorderen Plätzen auf“, schildert Healy das Gerangel.
Die Beteiligungsbranche steht unter besonderer Beobachtung durch Politiker, Aufsichtsbehörden und Ratingagenturen. Vor allem die hohe Kreditfinanzierung der Transaktionen durch Banken und indirekt auch über Hedge-Fonds ruft angesichts steigender Zinsen vermehrt Bedenken hervor, die Blase könnte bald platzen.

