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17.03.2006 
Zwischenbilanz

Versicherungsriese AIG leidet unter Milliardenstrafe

Der Gewinn der American International Group im vierten Quartal ist aufgrund einer Milliardenstrafe stark gesunken. Auch der Hurrikan „Wilma“, der im Oktober über den US-Bundesstaat Florida hinweggefegt war, schmerzte AIG.

HB NEW YORK. Wie der nach Marktwert weltgrößte Versicherer am Donnerstag mitteilte, fiel der Nettogewinn auf 444 Mill. Dollar oder 17 Cent je Aktie. Ein Jahr zuvor waren es noch 1,6 Mrd. Dollar oder 62 Cent pro Anteilsschein gewesen. Konzernchef Martin Sullivan räumte ein, das Jahr 2005 sei eine Herausforderung gewesen.

Im Februar hatte AIG angekündigt, im Zusammenhang mit Betrugsvorwürfen und falscher Kontenführung eine Summe von 1,64 Mrd. Dollar zu zahlen – die größte Summe, die in so einer Situation von einem einzelnen Unternehmen in den USA jemals gezahlte wurde.

Der operative Gewinn fiel auf 376 Mill. Dollar oder 14 Cent je Aktie nach 1,73 Mrd. Dollar oder 66 Cent je Aktie im Vorjahreszeitraum. Analysten hatten auf operativer Basis mit einem mehr als doppelt so hohen Gewinn gerechnet. Die Einnahmen übertrafen dagegen mit rund 27,4 Mrd. Dollar sowohl das Vorjahresquartal von gut 25 Mrd. Dollar als auch die Analystenerwartung von knapp 23 Mrd. Dollar.

Konzern-Chef Sullivan sagte, AIG habe Widerstandskraft demonstriert mit dem Ergebnis, das trotz der Belastung erzielt worden sei. Analysten zeigten sich davon nicht überzeugt. „Das war bestimmt kein Volltreffer“, sagte Donald Light von Celent LLC. „Es war eine Enttäuschung, aber auch keine Katastrophe“, sagte CreditSights-Analyst Rob Haines.

Die Anleger straften die AIG-Aktie im nachbörslichen Handel ab. Die AIG-Papiere fielen nachbörslich zunächst mehr als 2 Prozent auf 67,75 Dollar, erholten sich später aber auf 69,24 Dollar.

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