Vertriebsoffensive: Sparkassen machen neuen Gegner aus

Vertriebsoffensive
Sparkassen machen neuen Gegner aus

Die Sparkassen wollen in diesem Jahr neuen Schub in ihr Privatkundengeschäft bringen. Dazu soll der Vertrieb personell verstärkt werden. Bessere Konditionen sollen einher gehen mit neuen Beratungsleistungen. Denn die Konkurrenz hat aufgeholt. Dabei sind es gar nicht mal die so viel zitierten Direktbanken, vor denen die Sparkassen Respekt haben.

FRANKFURT. Im Wettbewerb werden vor allem Konkurrenten ernst genommen, die eigene Filialnetze besitzen. „Die Postbank arbeitet konsequent an ihrem Konzept, neue Privatkunden zu gewinnen. Das haben wir genau im Blick. Und auch die gemeinsamen Bankagenturen von Allianz und Dresdner verfolgen wir mit Interesse“, sagt Werner Netzel, seit 1. November 2006 geschäftsführendes Vorstandsmitglied beim Deutschen Sparkassen- und Giroverband (DSGV), dem Handelsblatt. Viele Direktbanken fielen dagegen zurück, sobald sie im Werbedruck nachließen.

Die momentan von den privaten Banken vorangetriebene Einführung kostenloser Girokonten zur Neukundengewinnung lehnt Netzel ab. „Das kostenlose Girokonto ist eine Mogelpackung“, sagt er, weil die Kunden die Zeche an anderer Stelle über höhere Gebühren zahlten. Außerdem gehe diese Subventionierung der neuen Kunden zu Lasten des Bestands. „Der Marktanteil der Commerzbank erschreckt uns nicht, daran wird auch das kostenlose Girokonto nichts ändern“, sagt Netzel. Nach Aussagen des Commerzbank-Privatkundenvorstands Achim Kassow hat seine Bank über kostenlose Girokonten rund 50 000 neue Kunden geworben. Der DSGV gibt in dieser Frage aber keine Empfehlung für seine Mitglieder ab, die Preisgestaltung bleibt jeder einzelnen Sparkasse vorbehalten.

Laut einer Studie von Investors Marketing gewinnen vor allem die ING Diba, die Sparda-Banken, die Citibank und die Postbank von den Sparkassen neue Kunden. Für 78 Prozent der Privatkunden hätten günstige Konditionen eine sehr hohe Bedeutung, gleichzeitig wollten die Kunden aber auch persönliche Ansprechpartner.

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