Nach wochenlanger Suche hat die krisengeplagte Citigroup einen neuen Mann für den Chefposten gefunden. Vikram Pandit, Leiter der Investmentsparte des größten US-Finanskonzerns, löst den für eine Übergangszeit an die Spitze berufenen Sir Winfried Bischoff ab.
HB NEW YORK. Der krisengeplagte größte US-Finanzkonzern Citigroup hat nach wochenlanger Suche einen neuen Chef: Der bisher für die Investmentsparte verantwortliche Vikram Pandit soll künftig die Bank führen. Das teilte die Citigroup am Dienstag nach einer zweitägigen Sitzung des Verwaltungsrates in New York mit.
Der 50-Jährige ist Nachfolger von Charles Prince, der Anfang November wegen Milliardenabschreibungen der Bank infolge der Kreditkrise seinen Hut nehmen musste. Pandit kam erst vor gut einem halben Jahr zur Citigroup. Er arbeitete früher als Investmentbanker bei Morgan Stanley.
Der in der Übergangszeit amtierende Citigroup-Chef Sir Winfried Bischoff werde neuer Vorsitzender des Verwaltungsrats der Bank, hieß es weiter. Prince hatte beide Ämter innegehabt. Der in Deutschland geborene, 66-jährige Bischoff war zuvor Chef des Europa-Geschäfts der Citigroup.
Pandit steht infolge der Kreditkrise vor großen Aufräumarbeiten in einem riesigen Konzern. Er gilt als erfahrener Finanz- und Investmentexperte. Allerdings stand er bislang nie an der Spitze eines börsennotierten Unternehmens und muss nun bei der Citigroup knapp 330 000 Mitarbeiter führen. Laut Branchenexperten bekam Pandit deshalb - anders als sein Vorgänger - nicht gleichzeitig den Vorsitz des Verwaltungsrates übertragen. Pandit fehle auch Erfahrung im für die Citigroup wichtigen Filialgeschäft mit Privatkunden.
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