Ich hoffe, dass mit diesen Entscheidungen die parteipolitischen und persönlichen Angriffe auf meine Person, die ja zunehmend erkennbar auch der Bank schaden, ein Ende nehmen. Ich danke allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie meinen Vorstandskollegen für die hervorragende und vertrauensvolle Zusammenarbeit.
Es war stets mein Anliegen, die KfW in ihrer wichtigen Fördertätigkeit zu stärken. Ebenso wichtig war mir aber auch mitzuhelfen, die KfW vor institutionellen Bedrohungen durch Parteien und Institutionen abzuschirmen, denen zwar eine große staatliche Förderbank immer schon ein Dorn im Auge war, die aber gleichzeitig nichts dagegen einzuwenden hatten, dass die KfW 2001 die Anteile an der IKB in Höhe von rund 34 Prozent übernehmen sollte, um sie vor der Zerschlagung durch eine ausländische Bank zu schützen.
Sobald und soweit es meine Gesundheit erlaubt, werde ich ohne die umfassenden Pflichten einer Sprecherin - und hoffentlich ohne die die Bank belastende Personaldiskussion - in der verbleibenden Zeit bis Herbst meine Kraft dafür einsetzen, dieser Aufgabe weiterhin nachzukommen.
Gerade angesichts der Vieles überdeckenden Turbulenzen um und die Belastungen durch die IKB liegt mir sehr viel daran deutlich zu machen, dass die KfW förderpolitisch gut aufgestellt und operativ stark ist. Die KfW ist und bleibt eine erfolgreiche und international anerkannte Förderbank.
Ich möchte Sie hier und heute bitten, den Auftrag der KfW - nämlich die nachhaltige Förderung unserer Wirtschaft, Gesellschaft und Ökologie - nicht aus den Augen zu verlieren. Dies ist umso wichtiger, damit die große Förderbank, deren Engagement unsere Gesellschaft und jede Bundesregierung – unabhängig von ihrer Zusammensetzung - auch in Zukunft brauchen, nicht zu Schaden kommt.
An der Arbeit der KfW in über neun Jahren mitgewirkt zu haben, habe ich als persönliches Glück empfunden.“

