Zur Stärkung ihrer Kapitalbasis plant Wachovia
nun eine Kapitalerhöhung durch die Ausgabe neuer Aktien und Vorzugswandelpapiere im Umfang von sieben Mrd. Dollar. Die Aktien würden zu einem Preis von 24 Dollar angeboten, hieß es. Die vierteljährliche Dividende werde zudem um 41 Prozent auf 37,5 Cent je Aktie gekürzt. Dieser Schritt solle die Kapitaldecke um weitere zwei Mrd. Dollar aufpolstern, hieß es. Im Januar hatte Wachovia
-Chef Ken Thompson noch erklärt, die Dividende sei sicher.
Zur Kostenreduzierung plant das Institut im laufenden Quartal einen Abbau von zwölf Prozent der Stellen im Bereich Finanzmarktoperationen und Investmentbanking, wo bereits zuvor Mitarbeiter entlassen wurden. Seit Jahresbeginn werde sich der Jobbau in diesen Geschäftsbereichen damit auf 24 Prozent summieren, sagte Finanzchef Tom Wurtz. Die Aktivität auf diesen Feldern werde für längere Zeit gedämpft bleiben, sagte er.
Wachovia
ist wie andere US-Banken von der Kreditkrise betroffen, die ihren Ausgang in den Geschäften mit schlecht besicherten Hypothekendarlehen nahm. Noch kurz vor dem Zusammenbruch des Hypothekenmarktes kaufte Wachovia
2006 für 24,2 Mrd. Dollar den Immobilienfinanzierer Golden West Financial Corp.

