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30.06.2008 

„Im Moment halte ich die Wahrscheinlichkeit für nur wenig geringer als 50 Prozent“, urteilte ein Frankfurter Experte. Es sei noch nie so schwierig wie derzeit gewesen, Quartalsergebnisse von Banken zu prognostizieren. Bei der Deutschen Bank sei etwa unklar, wie sich der Wert ihrer Finanzierungszusagen für Firmenübernahmen (Leveraged Loans) von zuletzt 33 Mrd. Euro entwickelt habe.

Andreas Weese, Analyst bei Unicredit hält die Ausgabe frischer Aktien für unwahrscheinlich. „Ich wäre sehr überrascht, wenn die Deutsche Bank tatsächlich eine Kapitalerhöhung benötigen würde – es sei denn, es stünde eine Übernahme bevor“, sagte der Experte. Erste konkrete Ergebnisschätzung für das zweite Quartal sind traditionell frühestens Mitte des kommenden Monats zu erwarten.

Derzeit stehen hierzulande mit der Dresdner Bank, der Postbank und der Citigroup-Tochter Citibank gleich drei Institute zum Verkauf. Bei Citibank und Postbank werden Josef Ackermann gute Chancen eingeräumt, den Zuschlag zu bekommen. „Es wäre in diesen Zeiten nicht ungeschickt, die fällige Kapitalerhöhung dann etwas größer zu dimensionieren“, sagte ein Analyst.

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