In den USA ist eine weitere Bank Opfer der anhaltenden Krise am Immobilienmarkt geworden. Die Columbian Bank and Trust mit Sitz in Topeka im Bundesstaat Kansas wurde am Freitag von den Aufsichtsbehörden geschlossen.
HB WASHINGTON. Sämtliche Bankgeschäfte wurden mit sofortiger Wirkung an die staatliche Bundeseinlagensicherung (FDIC) übertragen. Der staatliche Einlagensicherungsfonds teilte mit, das Institut verfüge über Aktiva von 752 Millionen Dollar und Einlagen von 622 Millionen Dollar.
Die Einlagen würden von der Citizens Bank and Trust in Missouri übernommen, erklärte die FDIC. Die neun Filialen der Columbian würden am Montag als Außenstellen der Citizens Bank wieder eröffnet. Alle Sparer hätten weiterhin vollen Zugang zu ihren Einlagen. Es war der neunte Zusammenbruch einer Bank in diesem Jahr, die dem Einlagensicherungsfonds des Bundes angehörte.
Zuletzt war Anfang des Monats die First Priority Bank aus Florida zusammengebrochen, nachdem sie wegen Zahlungsproblemen vieler Hausbauer in Kapitalnöte geriet. Die bislang folgenschwerste Pleite seit Jahresbeginn war die Insolvenz des größten unabhängigen börsennotierten US-Baufinanzierers IndyMac, der nach einem Kapitalengpass vom Staat übernommen wurde.
Im gesamten vergangenen Jahr gab es in den USA nur drei Bankenpleiten. Von den landesweit rund 8 500 Banken galten im ersten Quartal 90 als gefährdet.

