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06.03.2008 
Ex-Vorstandschef

WestLB einigt sich mit Fischer

Die WestLB hat ihr Vertragsverhältnis mit ihrem ehemaligen Vorstandschef Thomas Fischer endgültig beendet. Fischer sieht sich dadurch von einer Schuld an den Fehlspekulationen im Eigenhandel freigesprochen, die ihn im vergangenen Sommer den Job gekostet haben.

Der frühere WestLB-Chef Thomas Fischer. Foto: dpaLupe

Der frühere WestLB-Chef Thomas Fischer. Foto: dpa

HB DÜSSELDORF. "Vermutungen über aktive Beiträge von Herrn Dr. Fischer zu den Fehlspekulationen im Eigenhandel haben sich nicht bestätigt", hieß es in einer am Donnerstag von Fischers Anwalt verschickten Erklärung. Ein Sprecher der Düsseldorfer Landesbank bestätigte zwar die Beendigung des Vertragsverhältnisses, wollte sich zu den Inhalten aber nicht äußern.

Fischer war vom WestLB -Aufsichtsrat im vergangenen Juli abberufen worden, nachdem die Bank im Eigenhandel Verluste in Höhe von mehr als 600 Millionen Euro erlitten hatte. Sein Vertrag lief noch bis Ende 2008.

Die Einigung sehe auch eine Abwicklung des Vertrages vor, heißt es in der Erklärung. Medienberichten zufolge hatte Fischer eine Abfindung in Millionenhöhe beansprucht. Er galt als Spitzenverdiener unter den Landesbanken-Vorständen in Deutschland.

Gegen Fischer ermittelt weiterhin die Staatsanwaltschaft Düsseldorf. Dabei gehe es um Verstöße gegen das Aktienrecht, sagte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft. Dem ehemaligen Bankchef wird vorgeworfen, den Aufsichtsrat nicht vollständig über die Verluste im Eigenhandel informiert zu haben. Die Bank hatte mit Kursdifferenzen zwischen den Stamm- und den Vorzugsaktien von VW und anderen Unternehmen spekuliert.

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