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28.08.2008 
Bilanz wurde entlastet

WestLB schreibt dank Milliarden-Garantien schwarze Zahlen

Die milliardenschwere Rettungsaktion des Landes Nordrhein-Westfalen und der Sparkassen hat der angeschlagenen WestLB erst einmal wieder Luft verschafft.

HB DÜSSELDORF. Das Ergebnis vor Steuern der Bank kletterte auf 657 Millionen Euro nach einem Verlust von 36 Millionen vor Jahresfrist, wie die Bank am Donnerstag mitteilte. Unter dem Strich verbuchte die WestLB einen Gewinn von 580 (minus 168) Millionen Euro. Im Gesamtjahr will das Institut Finanzvorstand Hans-Jürgen Niehaus zufolge "ein deutlich positives Ergebnis nach Steuern" ausweisen. Belastungen durch die Finanzkrise könnten aber nicht ausgeschlossen werden.

Die Eigner der WestLB bürgen unter der Führung des Landes Nordrhein-Westfalen mit fünf Milliarden Euro für riskante Investments des Geldhauses von rund 23 Milliarden Euro. Die Investments konnten dadurch aus den Büchern genommen werden, was die Bilanz der WestLB entlastet. Die EU-Kommission wertet die staatliche Garantie als Beihilfe und fordert im Gegenzug eine umfassende Restrukturierung der Bank sowie einen Wechsel der Eigentümer bis zum Jahresende. Die WestLB sei offen "für jede betriebswirtschaftlich sinnvolle Bündelung von Kräften und Kompetenzen", betonte WestLB-Chef Heinz Hilgert.

Ein detaillierter Umstrukturierungsplan sei der EU-Kommission fristgerecht zum 8. August eingereicht worden. Die darin enthaltene Reduktion der Risikoaktiva um 36 Prozent und der Bilanzsumme um 26 Prozent sei bereits eingeleitet worden. Mit dem Maßnahmenbündel will die Bank bis 2012 eine Eigenkapitalrendite vor Steuern von rund 14 Prozent erreichen.

Die WestLB war durch Fehlspekulationen im Eigenhandel mit Aktien und die Auswirkungen der internationalen Finanzmarktkrise in die Schieflage geraten. Die WestLB befindet sich im Besitz des Rheinischen Sparkassen- und Giroverbands und des Westfälisch-Lippischen Sparkassen- und Giroverbands, die jeweils knapp 25,2 Prozent halten. Das Land Nordrhein-Westfalen kommt direkt und indirekt über die NRW.Bank auf einen Anteil von 38 Prozent.

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