Die WGZ Bank hat 2007 trotz der Finanzkrise erneut einen Rekordgewinn eingefahren. Für das laufende Geschäftsjahr gibt sich das zum genossenschaftlichen Verbund gehörende Spitzeninstitut aber skeptisch.
HB DÜSSELDORF. Der Jahresüberschuss legte von 95,3 Mill. Euro auf 109,9 Mill. Euro zu, teilte die Bank am Donnerstag in Düsseldorf mit. In der Gruppe sank der Gewinn indes wegen einer deutlich gestiegenen Risikovorsorge und einem Einbruch im Handelsergebnis auf knapp 170 (236,4) Mill. Euro.
WGZ-Chef Werner Böhnke sagte laut Redetext mit Blick auf das laufende Geschäftsjahr, in den ersten Monaten 2008 habe sich die Situation an den Geld- und Kapitalmärkte weiter verschlechtert. Nun gebe es aber erste Anzeichen einer „Art Bodenbildung“ an den Finanzmärkten. Die WGZ gehe davon aus, Ende des Jahres ein „insgesamt gutes Niveau“ erreichen zu können.
Das zum genossenschaftlichen Verbund gehörende Spitzeninstitut konnte 2007 das Verhältnis von Kosten zu Erträgen (Cost-Income-Ratio) auf 46,1 von 49,9 Prozent verbessern, den niedrigsten Stand, den die Bank je erreicht habe. Die Risikovorsorge wurde um 35 Mill. auf 85 Mill. Euro aufgestockt. Böhnke hatte bereits vor einigen Monaten erklärt, das Institut sei von der US-Hypothekenkrise nicht betroffen.

