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03.07.2008 
Erste Gespräche zur Genossen-Fusion

WGZ- und DZ-Bank-Fusiongespräche im Juli

von Sonia Shinde

Die Vorbereitungen zur Fusion der genossenschaftlichen Spitzeninstitute kommen in Fahrt: DZ Bank und WGZ Bank werden nach Informationen des Handelsblatts Ende Juli Gespräche über eine Fusion aufnehmen. Bis Jahresende soll ein Konzept stehen. Doch mancherorts gibt es noch Skepsis.

Der Vorsitzende des Vorstandes der WGZ Bank, Werner Böhnke, will bereits Ende Juli mit dem DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch Fusionsgespräche aufnehmen. Foto: dpaLupe

Der Vorsitzende des Vorstandes der WGZ Bank, Werner Böhnke, will bereits Ende Juli mit dem DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch Fusionsgespräche aufnehmen. Foto: dpa

FRANKFURT. Schon Ende Juli wollen sich DZ-Bank-Chef Wolfgang Kirsch und WGZ-Bank-Chef Werner Böhnke zu ersten Gesprächen treffen. Das erfuhr das Handelsblatt aus mit der Situation vertrauten Kreisen.

Bereits in den vergangenen Tagen soll Kirsch mit Arbeitnehmervertretern seines eigenen Instituts über mögliche Folgen einer Fusion diskutiert haben. Insidern befürchten, dass bei einem Zusammenschluss beider Banken insgesamt rund 600 Jobs zur Disposition stünden. „In der DZ gibt es schon lange Überlegungen, die Standorte Hannover, München und Stuttgart zu bloßen Geschäftsstellen umzuwandeln. Das ließe sich im Zuge einer Fusion gleich mit einbeziehen“, so ein Insider. Zumal die Verhandlungsmacht der kleineren WGZ als stärker eingestuft wird als noch bei den letzten Gesprächen Ende 2006. Denn obwohl auch die WGZ in der Finanzkrise Federn lassen musste, erzielte sie 2007 ein Rekordergebnis.

Die DZ Bank hingegen hatte im vergangenen Jahr durch die Finanzkrise bereits Wertberichtigungen von knapp 1,4 Mrd. Euro hinnehmen müssen. In den ersten vier Monaten 2008 führte die Finanzkrise bei der Bank zu erneuten Belastungen. Der Gewinn vor Steuern sank in der Gruppe auf 44 Mill. Euro, in der AG allein fiel ein Verlust von fast 400 Mill. Euro an. Grund waren neue Wertberichtigungen auf forderungsbesicherte Schuldverschreibungen (Asset Backed Securities), die im Zuge der Krise erhebliche Wertverluste erlitten hatten. Allerdings will das Institut die Verluste bis Jahresende wettgemacht haben und den Vorjahresgewinn von rund 150 Mill. Euro übertreffen. Bereits Ende Mai beliefen sich die Verluste aufgrund einer verbesserten Marktlage nur noch auf 100 Mill. Euro.

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