Auch andere große Investoren hätten ihre Unzufriedenheit mit dem Deal signalisiert, berichtete das "Wall Street Journal" weiter. JP Morgan
rechne fest mit Klagen unzufriedener Aktionäre. Für Prozesse seien bereits sechs Mrd. Dollar zurückgestellt.
Schon jetzt steht der Bank eine Sammelklage wegen angeblicher Verstöße gegen das Wertpapiergesetz bevor. Bear Stearns
wird in einer am Montag eingereichten Klageschrift vorgeworfen, falsche und irreführende Angaben zu geschäftlichen und finanziellen Ergebnissen gemacht zu haben. Dies habe dazu geführt, dass Aktien von Bear Stearns
zu einem künstlich aufgeblähten Preis gehandelt worden seien und im April 2007 ein Kurshoch von 159,36 Dollar erreichten.
Die Klage wurde von der Kanzlei Coughlin Stoia Geller Rudman & Robbins LLP bei einem New Yorker Bezirksgericht eingereicht. Die Kanzlei vertritt Klienten, die zwischen dem 14. Dezember 2006 und dem 14. März 2008 Bear-Stearns-Aktien kauften. Ein Vertreter der Bank war für eine Stellungnahme nicht unmittelbar zu erreichen.
Wie genau sich das Geschäft von Bear Stearns
in den vergangenen Monaten entwickelte, bleibt unterdessen weiter unklar: Die für Montagabend angekündigte vorgezogene Vorlage von Zahlen für das erste Geschäftsquartal sagte Bear Stearns
unter Hinweis auf die Verkaufspläne wieder ab.
JP Morgan

