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18.03.2008 

Auch andere große Investoren hätten ihre Unzufriedenheit mit dem Deal signalisiert, berichtete das "Wall Street Journal" weiter. JP Morgan rechne fest mit Klagen unzufriedener Aktionäre. Für Prozesse seien bereits sechs Mrd. Dollar zurückgestellt.

Schon jetzt steht der Bank eine Sammelklage wegen angeblicher Verstöße gegen das Wertpapiergesetz bevor. Bear Stearns wird in einer am Montag eingereichten Klageschrift vorgeworfen, falsche und irreführende Angaben zu geschäftlichen und finanziellen Ergebnissen gemacht zu haben. Dies habe dazu geführt, dass Aktien von Bear Stearns zu einem künstlich aufgeblähten Preis gehandelt worden seien und im April 2007 ein Kurshoch von 159,36 Dollar erreichten.

Die Klage wurde von der Kanzlei Coughlin Stoia Geller Rudman & Robbins LLP bei einem New Yorker Bezirksgericht eingereicht. Die Kanzlei vertritt Klienten, die zwischen dem 14. Dezember 2006 und dem 14. März 2008 Bear-Stearns-Aktien kauften. Ein Vertreter der Bank war für eine Stellungnahme nicht unmittelbar zu erreichen.

Wie genau sich das Geschäft von Bear Stearns in den vergangenen Monaten entwickelte, bleibt unterdessen weiter unklar: Die für Montagabend angekündigte vorgezogene Vorlage von Zahlen für das erste Geschäftsquartal sagte Bear Stearns unter Hinweis auf die Verkaufspläne wieder ab.

JP Morgan will einem Medienbericht zufolge nach einer Übernahme rund 7 000 Stellen bei Bear Stearns streichen. Dies sei etwa die Hälfte der Arbeitsplätze bei dem Rivalen, berichtete der Fernsehsender CNBC am Montag unter Berufung auf nicht namentlich genannte Kreise. JP Morgan erklärte dazu, dies sei "eine herbeigeholte Zahl". Weiter wollte sich eine Sprecherin nicht äußern. Mit den Plänen vertraute Personen sagten, JP Morgan habe erst damit begonnen, Bear Stearns zu durchleuchten. Noch sei unklar, ob und wieviel Arbeitsplätze gestrichen würden.

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