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30.08.2008 
Bankenpleiten

Zehnte US-Bank wegen Immobilienkrise geschlossen

Sie machte ihrem Namen zuletzt keine Ehre mehr: Die Integrity-Bank im US-Bundesstaat Georgia musste am Freitag wegen Kapitalmangel schließen. Doch es gibt Rettungspläne für das verhältnismäßig kleine Institut.

HB NEW YORK. Das Geldhaus verfügte den Angaben zufolge über Aktiva in Höhe von 1,1 Milliarden Dollar (rund 750 Millionen Euro) und Depot-Einlagen über 974 Millionen Dollar. Laut FDIC soll die Regions Bank aus Alabama die Einlagen der Integrity Bank und damit auch deren Kunden übernehmen.

Alle Sparer, die ihr Geld auf Konten der Integrity Bank eingezahlt hatten, wechseln nun automatisch zur Regions Bank. Die fünf Filialen der Integrity Bank sollen zu Beginn der kommenden Woche unter dem Namen der Regions Bank wieder eröffnen.

Wegen der Immobilienkrise um nicht zurückgezahlte Darlehen und Pleiten von Bauträgern steht nach Befürchtungen der FDIC das Überleben weiterer regionaler Institute in Frage. Die Zahl der geplatzten Immobilienkredite in den USA war im zweiten Quartal dieses Jahres um fast 14 Prozent gestiegen.

Die Zahl der Bankenpleiten in den USA erreichte in den vergangenen 18 Monaten einen historischen Höchststand. Die größte Pleite war die der kalifornischen Indymac-Bank im Juli. Vor einer Woche schlossen die Behörden die regionale Columbian Bank and Trust Company im Bundesstaat Kansas.

Zur Unterstützung der von der Immobilienkrise betroffenen Hauskäufer und Banken verabschiedete die US-Regierung im vergangenen Monat ein milliardenschweres Hilfspaket. Es sieht unter anderem staatliche Garantien in Höhe von bis zu 300 Milliarden Dollar (rund 190 Milliarden Euro) für die betroffenen Hauskäufer und Banken vor.

Auch der deutsche Bankensektor wurde von der US-Immobilienkrise belastet. Die Mittelstandsbank IKB hatte sich bei riskanten Geschäften auf dem US-Hypothekenmarkt verspekuliert und war im Sommer vergangenen Jahres in eine finanzielle Schieflage geraten.

Nur Finanzspritzen im Gesamtvolumen von mehr als acht Milliarden Euro seitens des Bundes, der bundeseigenen KfW Bankengruppe und des Bundesverbandes deutscher Banken hatten die IKB vor dem Aus bewahrt. Die KfW verkaufte die angeschlage IKB in der vergangenen Woche an den US-Finanzinvestor Lone Star.

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