Zeitungsbericht: US-Staatsanwaltschaft ermittelt gegen UBS

Zeitungsbericht
US-Staatsanwaltschaft ermittelt gegen UBS

Neuer Ärger steht der UBS ins Haus: Wegen ihrer Geschäfte auf dem US-Hypothekenmarkt ermittelt die US-Staatsanwaltschaft einem Zeitungsbericht zufolge gegen die Schweizer Großbank. Dabei gehe es um die Frage, ob die Bank Investoren gegenüber zu hohe Bewertungen für Derivate angegeben habe, obwohl sie wusste, dass die Papiere inzwischen weniger wert seien.

HB ZÜRICH/CHICAGO. Die Staatsanwaltschaft habe noch keine Zwangsmaßnahmen eingeleitet, berichtete das "Wall Street Journal" am Samstag unter Berufung auf mit den Ermittlungen vertraute Personen. Die Ermittler aus New York arbeiteten eng mit der US-Börsenaufsicht SEC zusammen, die kürzlich ihre Untersuchungen gegen UBS und Merrill Lynch ausgeweitet hatte. Die UBS war zunächst nicht zu erreichen. Ein Merrill-Lynch-Sprecher lehnte eine Stellungnahme ab.

Die Abschreibungen bei der UBS wegen der Krise auf dem US-Hypothekenmarkt summieren sich auf 18,4 Milliarden Dollar - damit ist die Bank am stärksten von allen europäischen Kreditinstituten von den Subprime-Problemen betroffen. Der Schweizer Finanzminister Hans-Rudolf Merz bezeichnete es im "SonntagsBlick" als alarmierend, dass dies in der Schweizer Bank-Kultur passieren könne. Allerdings seien weder die UBS noch das Finanzzentrum in Gefahr.

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