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Aktienkurs legt kräftig zu: Morgan Stanley schlägt Goldman Sachs

Die US-Investmentbank Morgan Stanley glänze im zweiten Quartal heller als der ewige Rivale Goldman Sachs: Das Geldhaus fuhr einen Milliardengewinn ein – nach einem Verlust im Vorjahr. Die Anleger sind begeistert: Die Aktie schoss im frühen Handel nach oben.

Morgan-Stanley-Werbetafel in New York. Quelle: ap
Morgan-Stanley-Werbetafel in New York. Quelle: ap

DÜSSELDORF. Die US-Investmentbank Morgan Stanley hat im zweiten Quartal einen Milliardengewinn erzielt und die Erwartungen deutlich übertoffen. Das bereinigte Ergebnis belief sich auf 1,4 Mrd. Dollar nach einem Verlust von 138 Mio. Dollar im Vorjahresquartal, wie das Geldhaus am Mittwoch mitteilte. Je Aktie belief sich der Überschuss auf 80 Cent. Analysten hatten im Schnitt mit einem Ergebnis von 46 Cent je Anteilsschein gerechnet.

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Die Anleger sind erfreut: Die Morgan-Stanley-Aktie schoss im frühen Handel um mehr als acht Prozent nach oben. Kurz nach Bekanntgabe der Ergbnisse fielen die Preise für Kreditausfallversicherungen (Credit Default Swaps) für Morgan Stanley um 10 auf 215 Basispunkte, wie die Finanznachrichtenagentur Bloomberg berichtet.

Im Gegensatz zu den anderen US-Banken nahm Morgan Stanley in allen drei Sparten mehr ein als im Vorjahr: Die Erlöse stiegen von 5,1 auf 8 Mrd. Dollar, hier lagen die durchschnittlichen Markterwartungen bei 7,9 Mrd. Morgan Stanley und die Citigroup hatten im vergangenen Jahr ihr Handelsgeschäft zum größten Broker-Unternehmen der Welt unter dem Namen Morgan Stanley Smith Barney zusammengelegt.

Die Integration laufe nach Plan, sagte Unternehmenschef James P. Gorman. Es gebe aber noch alle Hände voll zu tun. Er gehe davon aus, dass das Marktumfeld in den kommenden Monaten schwierig bleiben werde.

Am Dienstag hatte Konkurrent Goldman Sachs seine Zahlen vorgelegt. Das erfolgsverwöhnte Geldhaus verbuchte wegen einer Rekordbuße an die US-Börsenaufsicht und der britischen Bonussteuer im zweiten Quartal einen Gewinneinbruch von 82 Prozent. Goldman Sachs verdiente im zweiten Quartal nur 453 Mio. Dollar.

Die Griechenland-Krise trifft die Investmentbanking-Sparten der Banken besonders. Seit dem Höhepunkt der Finanzkrise im Winter 2008/2009 hatten sie sich dank staatlicher Hilfen und Gewinnen aus dem Kapitalmarktgeschäft gerettet. Steil steigende Aktienmärkte und billiges Notenbankgeld ermöglichten es ihnen, die milliardenschweren Rettungsgelder zurückzuzahlen und Abschreibungen auf toxische Wertpapiere zu verdauen. Da die Griechenland-Krise aber die Märkte wieder unter Druck setzte, sprudeln die Gewinne derzeit nicht mehr wie gewohnt. "Das war für das Kapitalmarktgeschäft das schwierigste Quartal seit Lehman-Brothers", hieß es bei einer US-Großbank sogar.

Zudem buchen die großen Institute Aufwendungen für die Bankensteuer in Großbritannien. Anders als das sich abzeichnende US-Regulierungsgesetzes bleibt die britische Bankensteuer aber ein einmaliger Effekt. Gestützt werden die Ergebnisse der US-Banken im zweiten Quartal jedoch durch sinkende Ausfallraten bei Krediten - vor allem bei der Konsumentenfinanzierung.

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