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Angriff auf die Aktionäre: Der HRE-Squeeze-Out

Die Bundesregierung macht mit der Übernahme der Hypo Real Estate ernst: Kanzlerin Merkel machte klar, dass sie nicht bereit ist, einen deutlich über dem Börsenkurs liegenden Preis zu bezahlen. Großinvestor Flowers kämpft unterdessen mit einem ungewöhnlichen Angebot darum, seine HRE-Beteiligung zu behalten.

Quelle: ap
Quelle: ap

HB BERLIN. Vor erneuten Verhandlungen mit dem Hypo-Real-Estate-Großaktionär J.C. Flowers hat Bundeskanzlerin Angela Merkel Erwartungen an einen hohen Erlös zurückgewiesen. Im Deutschlandfunk sagte die Kanzlerin am Samstag, die Regierung müsse darauf achten, wie sie mit dem Geld des Steuerzahlers umgehe. „Was wir nicht können, ist, jetzt Preise zu bezahlen, die nicht den marktüblichen Werten entsprechen.“

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Der Bund will sich die volle Kontrolle über die HRE sichern, damit sich die Bank am Kapitalmarkt günstiger Geld borgen kann. Die Bundesregierung will daher mit dem US-Investor am Sonntag noch einmal über einen freiwilligen Verkauf seines Aktienpakets verhandeln. Flowers hält 24 Prozent an der maroden Hypo Real Estate. Das Institut ist an der Börse nur noch 162 Millionen Euro wert, wird aber mit 102 Milliarden Euro vom Staat und anderen Instituten gestützt. Flowers hatte für seine Beteiligung 1,1 Milliarden Euro gezahlt. Regierungsbeamten zufolge will er für seine Aktien fünf Euro pro Stück – bei einem Börsenkurs von knapp 0,90 Euro am Freitag. Dagegen beteuert Flowers, dass er an einem Verkauf generell nicht interessiert sei. Scheitern die Verhandlungen mit Flowers endgültig, soll das auf die HRE zugeschnittene Banken-Enteignungsgesetz zum Zuge kommen.

Medienberichten zufolge hat die Bundesregierung zudem einen Plan B entwickelt, sollte das geplante Gesetz scheitern. Das Modell sei zwischen den Experten des Bundesfinanzministeriums und dem Sonderfonds Finanzmarktstabilisierung (SoFFin) abgesprochen, berichtete das Magazin „Der Spiegel“. Es ähnelte einer feindlichen Übernahme.

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