
MailandDie Unicredit muss bei der anstehenden Mega-Kapitalerhöhung große Zugeständnisse an die Investoren machen. Italiens größte Bank teilte am Mittwoch nach einer Vorstandssitzung mit, die neuen Aktien zu einem Preis von jeweils 1,943 Euro zuteilen zu wollen. Das entspricht einem Abschlag von rund 43 Prozent.
Die Mailänder betonten, dass der Abschlag für die Kapitalspritze, die dem Geldhaus 7,5 Milliarden Euro in die leere Kasse spülen soll, den derzeitigen Marktbedingungen entspreche. Immerhin wird es dem Geldhaus gelingen, Käufer für sämtliche Aktien zu finden.
11,7 Milliarden Euro
Die Summe wie auch die folgenden sind Bruttoforderungen gegenüber der öffentlichen Hand. Die Daten stammen aus dem Stresstest des Europäischen Banken-Vereinigung (EBA). Stand: 31. Dezember 2010.
7,7 Milliarden Euro (mit Postbank, keine Aufgliederung)
7,1 Milliarden Euro
2,7 Milliarden Euro
1,9 Milliarden Euro
1,4 Milliarden Euro
1,4 Milliarden Euro
1,1 Milliarden Euro
700 Millionen Euro
485 Millionen Euro
300 Millionen Euro
300 Millionen Euro
Ungleich größer ist das Engagement bei den italienischen Banken. Intesa Sanpoalo hält gegenüber der öffentlichen Hand Brottuforderungen über 60 Milliarden Euro.
49,1 Milliarden Euro
32,5 Milliarden Euro
Viertgrößter Gläubiger ist eine französische Bank: Die BNP Paribas ist mit 28 Milliarden Euro in Italien engagiert.
Die sich in Auflösung befindende Bank Dexia hält 15,8 Milliarden Euro.
11,8 Milliarden Euro
10,8 Milliarden Euro
10,5 Milliarden Euro
9,9 Milliarden Euro
9,4 Milliarden Euro
8,8 Milliarden Euro
7,7 Milliarden Euro
7,0 Milliarden Euro
Unicredit-Chef Federico Ghizzoni hatte im Dezember einen marktüblichen Abschlag für Anleger in Aussicht gestellt. Die kleinere italienische Banca Popolare di Milano hatte zuletzt mit einem Discount von 40 Prozent neue Anteilsscheine zugeteilt, bei der Commerzbank im vergangenen Mai waren es 30 Prozent.
Unicredit-Aktien gerieten dennoch deutlich unter Druck und verloren 14 Prozent. Das belastete auch andere Banken-Papiere.
wie soll das funktionieren? Die Banken leihen sich doch Geld i.d.R. nur overnight??
Und Anleihen wie bei Staaten kauft der Staat von Banken sicherlich nicht!
Danke für die Zahl. Kann diese ewige Hexenjagd auf die Commerzbank auch nicht nachvollziehen. Schließlich sind die meisten europäischen Großbanken, nicht nur die Commerzbank, weit von einer Kernkapitalquote von 9% entfernt.
@Handelsblatt-Redaktion:
"Das betrifft auch die Commerzbank, die sich im ersten Halbjahr 5,3 Milliarden besorgen muss."
Die Zahl ist länsgt veraltet. Durch den Rückkauf eigener Hybrid-Anleihen beträgt die Kapitallücke nur noch 4,6 Mrd.
eine von zahlreichen Quellen dazu: http://green.finanztreff.de/green/news_news.htn?u=5610268&i=111868&id=7878079
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