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Banken: Aufstand gegen neue Spielregeln

Jamie Dimon ist Chef von JP Morgan. Er kann richtig poltern. Zum Beispiel gegen strengere Vorschriften für Banken. Immer mehr Vertreter der Branche nehmen sich an ihm ein Beispiel.

JP Morgan-Chef Jamie Dimon findet Basel III zutiefst „antiamerikanisch“. Quelle: Reuters
JP Morgan-Chef Jamie Dimon findet Basel III zutiefst „antiamerikanisch“. Quelle: Reuters

James Dimon, genannt Jamie Dimon, gilt nicht gerade als stiller Vertreter seiner Branche. Weggefährten beschreiben den Chef von JP Morgan als zupackend, geradlinig und zuweilen aufbrausend. Dimon verteidigt diesen Ruf nach Kräften. Ganz besonders, wenn es um das Thema Regulierung geht. Die geplanten Eigenkapitalvorschriften für die Banken seien zutiefst "antiamerikanisch", hatte er zuletzt bei jeder passenden Gelegenheit gepoltert.
Dimon ist mit seiner Kritik nicht allein, auch in Europa wächst der Widerstand gegen die neuen Spielregeln für die Bankenbranche, besser unter dem Namen Basel III bekannt. So forderte Christian Konrad, Aufsichtsratschef der österreichischen Raiffeisen Zentralbank (RZB), jüngst, die Umsetzung der Vorgaben wegen der Schuldenkrise zumindest zu verschieben. Der Europapolitiker Othmar Karas sagte, es müsse mehr Spielraum geben, was die Einführung von Basel III betreffe.

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Deutsche-Bank-Chef Ackermann warnt vor "Verzerrungen" Das neue Regelwerk sieht im Kern schärfere Eigenkapitalanforderungen für die Banken vor, damit die Branche künftige Finanzkrisen besser überstehen kann als die vergangene. Der Regelkatalog stammt aus der Feder des sogenannten Baseler Ausschusses der Bank für Internationalen Zahlungsausgleich (BIZ). Die neuen Spielregeln sollen ab 2013 Schritt für Schritt von den Banken umgesetzt werden, um diese nicht zu überfordern. Die wichtigsten Industrienationen (G20) hatten sich während der Finanzkrise darauf verständigt, die neuen Regeln möglichst einheitlich zu befolgen. Ob das funktioniert, scheint derzeit äußerst ungewiss. Die Vereinbarung zu Basel II, den alten Spielregeln, hatten die USA am Ende jedenfalls nicht unterschrieben. Und die Sorge, dass die Amerikaner auch diesmal trotz aller Beteurerungen ausscheren, wächst mit jedem Tag. Nicht zuletzt dank Jamie Dimon.

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