
HB FRANKFURT. Wie aus einer im Internet veröffentlichten Präsentation hervorgeht, plant das Institut in einem ersten Schritt einen „Jumbo“-Pfandbrief im Volumen von einer Milliarde Euro und einer Laufzeit von fünf bis sieben Jahren. Die genauen Konditionen stehen noch nicht fest, sie werden üblicherweise erst nach den Investorengesprächen fixiert. Mit der Emission ist innerhalb weniger Wochen zu rechnen.
Über Pfandbriefe kann sich die Deutsche Bank im aktuellen Marktumfeld günstiger refinanzieren als etwa über unbesicherte Schuldverschreibungen, für die ein höherer Risikoaufschlag gefordert wird. Daher beantragte das Institut bereits im ersten Quartal die dazu nötige Lizenz, die sie mittlerweile auch erhalten hat. Insgesamt will die Bank in diesem Jahr zwei Mrd. Euro über Pfandbriefe einsammeln - immerhin ein Achtel ihres gesamten Refinanzierungsbedarf an den Kapitalmärkten. Laut Präsentation hat die Bank bereits acht Mrd. Euro über andere Papiere erhalten.
Pfandbriefe gelten als vergleichsweise sichere Anlageform - sie sind mit einem so genannten Deckungsstock aus Hypothekenkredit-Forderungen besichert. Hierauf können die Investoren bei einem Ausfall zugreifen. Bei dem geplanten Papier der Deutschen Bank hat der Deckungsstock den Unterlagen zufolge ein Volumen von mehr als 1,7 Mrd. Euro.
Die zu Grunde liegenden Hypotheken kommen zu fast 85 Prozent aus Deutschland. Die Finanzkrise hatte auch die Aktivitäten am Pfandbrief-Markt stark gedämpft, aber in jüngster Zeit haben Banken wieder einige Papiere in Milliardenhöhe emittieren können.