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Banken: Postbank bleibt in den roten Zahlen

Überraschend hat die Postbank am Donnerstag ihre Zahlen vorgelegt. Demnach kommt das Institut weiter nicht aus den roten Zahlen: Im vergangenen Jahr ist ein Vorsteuerverlust von 398 Millionen Euro entstanden - nach mehr als einer Milliarde im Jahr zuvor. Die Börse reagierte enttäuscht.

HB FRANKFURT. Die Deutsche Postbank kommt nicht aus den roten Zahlen. Die größte deutsche Privatkundenbank spürte im vierten Quartal noch einmal die Nachwehen der Finanzkrise. Der Verlust vor Steuern fiel mit 398 Mio. Euro im vergangenen Jahr deshalb höher aus als Experten erwartet hatten. Wie die Post-Tochter am Donnerstag überraschend mitteilte, profitierte sie dabei von einer Forderung der Deutschen Prüfstelle für Rechnungslegung.

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Die sogenannte Bilanzpolizei hatte moniert, dass die Postbank 90 Mio. Euro auf gewerbliche Immobilienkredite in den USA und Großbritannien zu spät abgeschrieben habe. Statt 2009 wird der Betrag nun nachträglich in der Bilanz für das ohnehin von der Krise verhagelte Jahr 2008 verbucht. 2008 steht damit nun ein Milliardenverlust zu Buche.

Die Postbank, an der die Deutsche Bank mit 30 Prozent beteiligt ist, hatte selbst einen Vorsteuerverlust für 2009 in Aussicht gestellt und eine Überprüfung ihrer riskanten Bilanzpositionen angekündigt. Diese führte zu Abschreibungen von 157 Mio. Euro auf strukturierte Papiere, auf die sie schon zuvor ein Viertel des einstigen Volumens von sechs Milliarden Euro wertberichtigt hatte.

Auch die Immobilienkredite in den USA und Großbritannien wurden nochmals abgewertet. Damit stieg die Risikovorsorge im vergangenen Jahr auf 681 (2008 revidiert: 498) Mio. Euro, allein im vierten Quartal waren es 310 Mio. Euro. "Für die kommenden Quartale erwartet das Institut einen rückläufigen Risikovorsorgebedarf", erklärte die Postbank.

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