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Banken: Staat kontrolliert RBS beinahe komplett

Die Royal Bank of Scotland (RBS) hat im vergangenen Jahr ein Minus von rund 27 Milliarden Euro verbucht. Der Staat muss erneut helfen und übernimmt die einstmals so stolze Bank praktisch komplett. An der Börse legt die Aktie einen Kurssprung hin.

Die Royal Bank of Scotland sorgt für einen Negativ-Rekord. Quelle: ap
Die Royal Bank of Scotland sorgt für einen Negativ-Rekord. Quelle: ap

HB LONDON. Die RBS steht nach den weiteren staatlichen Hilfen praktisch komplett unter der Kontrolle der Regierung. Der wirtschaftliche Anteil an der Bank könnte auf bis zu 95 Prozent steigen, sagte der seit kurzem amtierende RBS-Chef Stephen Hester am Donnerstag bei einer Telefonkonferenz.

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Der britische Finanzminister Alistair Darling sagte, dass der Staat knapp 70 Prozent der Stimmrechte hält und gemessen am tatsächlichen Einfluss rund mehr als 80 Prozent der Bankanteile hält.

Die RBS hat sich unter anderem mit der Teilübernahme der niederländischen Großbank ABN Amro sowie mit ihrer aggressiven internationalen Expansion verhoben und kann derzeit nur dank zahlreicher staatlichen Hilfsmaßnahmen überleben. Im vergangenen Jahr rutschte die RBS mit 24 Milliarden Pfund (rund 27 Mrd Euro) in die roten Zahlen - das war der bisher größte Verlust eines Unternehmens in der Geschichte Großbritanniens. Nun muss die Bank ihr Geschäftsmodell kräftig zurechtstutzen.

Zuvor hatte die RBS historisch schlechte Jahreszahlen vorgelegt: Die britische Großbank hat 2008 mit 24,1 Mrd. Pfund den größten Verlust in der britischen Unternehmensgeschichte verzeichnet. Die Bank will sich daher in den kommenden Jahren von einem großen Teil ihrer Aktivitäten trennen und stark auf die Kostenbremse drücken, wie RBS am Donnerstag mitteilte. Insgesamt stehen 20 000 der weltweit 180 000 Jobs auf der Kippe. Für Wirbel sorgten Berichte, dass der gescheiterte Ex-RBS-Chef Fred Goodwin (50), bereits jetzt jährlich aus Bankenmitteln ein Ruhestandsgehalt von 650 000 Pfund einstreicht.

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