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Bankenbranche: Commerzbank schreibt tiefrote Zahlen

Dass die Commerzbank im ersten Quartal Verluste ausweisen würde, war Marktbeobachtern klar. Allerdings hat die Höhe der roten Zahlen dann doch überrascht. Außerdem gab das Geldhaus erste Hinweise darauf, wie sie die Staatshilfe zurückzahlen willl. Allerdings gab es auch eine schlechte Nachricht.

Die Zentrale der Commerzbank Quelle: dpa
Die Zentrale der Commerzbank Quelle: dpa

HB FRANKFURT. Die Commerzbank hat im ersten Quartal erneut rote Zahlen geschrieben. Der operative Verlust belief sich auf 591 Mio. Euro, wie die Bank am Freitag mitteilte. Vor einem Jahr hatte sie noch einen Gewinn von 470 Mio. Euro erzielt.

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Unter dem Strich sei im ersten Quartal wegen weiterer Belastungen aus der Finanzkrise und Integrationskosten für die neue Tochter ein Verlust von 861 Millionen Euro angefallen, teilte das vom Staat gestützte Institut in Frankfurt mit. Im Vorjahr hatte die Commerzbank - die Dresdner Bank zur besseren Vergleichbarkeit mit eingerechnet - proforma 236 Millionen Euro verdient. Damit schloss die Commerzbank das erste Quartal deutlich schlechter ab, als von Reuters befragte Analysten erwartet haben.

Das operative Ergebnis lag bei minus 591 Millionen Euro nach einem Gewinn von 470 Millionen Euro im Vorjahr. Die Gewinne im Geschäft mit Privat- und Mittelstandskunden konnten die Verluste im Investmentbanking und der Immobilienfinanzierung nicht ausgleichen. Dank der staatlichen Hilfe lag die Kernkapitalquote bei 10,2 Prozent.

Ziele für 2009 nannte die Bank nicht. Bankchef Martin Blessing zeigte sich zuversichtlich, dass die Commerzbank spätestens 2011 zur Profitabilität zurückkehren wird. Ab 2012 erwartet er ein operatives Ergebnis von über vier Mrd. Euro pro Jahr. Die Nach-Steuer-Rendite solle ab dann auf rund zwölf Prozent steigen.

Analysten hatten für die neue Commerzbank im Auftaktquartal vor Steuern einen Verlust von 755 Millionen Euro nach einem Proforma-Gewinn von 446 Millionen Euro im Vorjahr erwartet. Die Schätzungen gingen dabei weit auseinander. Neben neuen Belastungen aus der Finanzkrise und deutlich höheren Kreditrücklagen dürften auch erste Integrationskosten negativ zu Buche geschlagen haben, so die Experten

Die Commerzbank schließt eine Kapitalerhöhung zur Rückzahlung der erhaltenen Hilfen des Bundes nicht aus. „Wenn die Märkte gut sind, warum sollte man nicht eine Kapitalerhöhung machen, um die Staatshilfe zurückzuzahlen? Das schließe ich nicht aus“, sagte Vorstandschef Martin Blessing. Auf einen Zeitpunkt, bis zu dem die Commerzbank die 18,2 Milliarden Euro schwere Kapitalspritze des Bundes komplett zurückgezahlt haben will, wollte sich Blessing nicht festlegen. „Wenn es bei uns besser läuft, geht es schneller – wenn es schlechter läuft, dauert es länger.“ Die Rückzahlungen könnten nur aus dem Nachsteuergewinn erfolgen.

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