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Bankenkrise: Citigroup: Staat soll noch stärker einsteigen

Die Lage beim angeschlagenen Finanzkonzern Citigroup ist offenbar ernster als gedacht. Laut Medienbericht will die Bank deshalb die US-Regierung um massive Hilfe bitten. Soll heißen: Der Staat soll noch mehr Anteile an der Citi erwerben. Die jüngsten Sorgen um die amerikanischen Banken sind also alles andere als unbegründet. Ganz im Gegenteil - das bekommt auch der Dollar zu spüren.

Die Zentrale der Citigroup in New York. Quelle: dpa
Die Zentrale der Citigroup in New York. Quelle: dpa

NEW YORK. Finanzminister Timothy Geithner plant den Kreisen zufolge, die bisherigen Kapitalspritzen für die Citi im Volumen von 45 Mrd. Dollar in Stammaktien umzuwandeln. Während das Ministerium so bis zu 40 Prozent der Stimmrechte übernehmen wolle, bevorzuge das Management der Bank einen Anteil von 25 Prozent, berichtete das Wall Street Journal. Bei beiden Varianten hätte die Regierung aber auf den meist schlecht besuchten Hauptversammlungen faktisch die Mehrheit der Stimmen.

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Die Bank wollte sich dazu nicht äußern. Vorstandschef Vikram Pandit betonte jedoch in einer Mail an seine Mitarbeiter, die Kapitaldecke des Konzerns sei "sehr stark". Das Finanzministerium erklärte lediglich, das kürzlich von Geithner vorgestellte Bankenrettungsprogramm werde um die Option einer solchen Umwandlung der Anteile erweitert. Am Kapitalmarkt wurde die Entwicklung positiv aufgenommen. Der Bankensektor legte an der Börse gestern deutlich zu, Citi-Stammaktien gewannen zeitweise zehn Prozent an Wert.

Die Citigroup leidet unter Abschreibungen auf toxische Kreditpapiere und musste allein im vierten Quartal 2008 einen Verlust von 8,3 Mrd. Dollar verbuchen. Die US-Regierung stütze das Institut bislang - wie andere Banken auch - mit dem Ankauf von Vorzugsaktien. Seit einiger Zeit wird dies am Kapitalmarkt aber nicht mehr als ausreichend angesehen. Denn im Falle einer Insolvenz werden Vorzugsaktien aus der Konkursmasse eher bedient als Stammaktien. Daher fühlen sich die Besitzer der im Mittelpunkt der Börsenberichterstattung stehenden Stammaktien nicht ausreichend vor dem Ausfall geschützt.

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