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Bankenkrise: Commerzbank-Schlussquartal tiefrot

Die Commerzbank bleibt in schwierigem Fahrwasser. Das Kreditinstitut hat auch im letzten Quartal des vergangenen Jahres rote Zahlen geschrieben – im Gesamtjahr schrammte das Kreditinstitut knapp am Verlust vorbei. Allerdings rechnet die Commerzbank mit einem schwierigen Jahr. Boni gibt es auf jeden Fall keine.

Ein Commerzbank-Logo, das in Berlin aufgenommen wurde. Quelle: Reuters
Ein Commerzbank-Logo, das in Berlin aufgenommen wurde. Quelle: Reuters

HB FRANKFURT. Die Commerzbank hat im Schlussquartal 2008 die Talfahrt beschleunigt und tiefrote Zahlen geschrieben. Unter dem Strich sei wegen der Zuspitzung der Krise ein Verlust von 809 Mio. Euro angefallen nach einem Gewinn von 201 Mio. Euro im Vorjahr, teilte die seit kurzem teilverstaatlichte Bank am Mittwoch in Frankfurt mit. Von der Nachrichtenagentur dpa-AFX befragte Analysten hatten mit einem etwas höheren Minus gerechnet.

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„Das vierte Quartal war eines der schwersten der Commerzbank“, sagte Vorstandssprecher Martin Blessing. Vor allem das Immobiliengeschäft und das Investmentbanking setzten der Bank zu, beide schlossen das vierte Quartal wie auch das Gesamtjahr mit einem Verlust ab.

Die Commerzbank rechnet trotz eines guten Starts mit einem schwierigen Jahr 2009. „Im Januar 2009 hatten wir, insbesondere getragen durch das Zins- und Handelsergebnis, einen guten Start“, sagte Commerzbank-Finanzvorstand Eric Strutz am Mittwoch in Frankfurt. „Aber wir müssen realistisch sein: 2009 wird nochmals ein sehr schwieriges Jahr. Wir werden weiter konjunkturelle Belastungen sehen, die aber 2010 wieder abnehmen sollten.“ Die Integration der Dresdner Bank verlaufe nach Plan. Der operative Verlust lag bei 822 Mio. Euro - im Vorjahr hatte das Bank noch ein Plus von 169 Millionen Euro verbucht.

Vor allem das Immobiliengeschäft (CRE) und das Investmentbanking setzten der Bank zu, beide schlossen das vierte Quartal wie auch das Gesamtjahr mit einem Verlust ab. Im Gesamtjahr hielt sich die Commerzbank mit drei Mio. Euro gerade noch in der Gewinnzone, nachdem sie im Vorjahr den Rekordwert von 1,9 Mrd. Euro verdient hatte.

Praktisch alle Banken, die bislang ihre Zahlen präsentierten, mussten im vierten Quartal nochmals kräftig Federn lassen. Der Grund: Die Pleite von Lehman Brothers Mitte September hat zu massiven Verwerfungen geführt. Selbst einst als absolut sichere Staatsanleihen, etwa von Italien oder Griechenland, musste kräftige Kursverluste verzeichnen. Weil die Commerzbank hier nicht zuletzt über ihre Tochter, den Staats- und Immobilienfinanzierer Eurohypo engagiert ist, dürfte sie diese Entwicklung ebenfalls getroffen haben.

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