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Chinas Verschuldung wächst: Peking bereitet sich auf Bankenrettung vor

Chinas Führung hat den Banken eine üppige Finanzierung der Staatsfirmen aufgedrückt, um den Boom anzufeuern. Nun brauchen die Banken selbst Hilfe. Die bekommen sie - aber die eigentlichen Probleme werden nur verwischt.

Bankenviertel Pudong in Shanghai. Die Banken haben exzessiv Kredite verteilt. Quelle: ap
Bankenviertel Pudong in Shanghai. Die Banken haben exzessiv Kredite verteilt. Quelle: ap

PekingWährend Chinas Banken offiziell immer noch hohe Gewinne ausweisen, wird die Finanzbranche des Landes wegen drohender Zahlungsausfälle immer nervöser. "China hat einen Anstieg des Schuldenstands erlebt, der sich nicht aufrechterhalten lässt", sagt der Finanzwissenschaftler Michael Pettis von der Universität Peking. "Wir müssen uns nun nicht nur um Verschuldung in der Euro-Zone und in den USA Sorgen machen, sondern auch in China." Versteckte Verbindlichkeiten in Billionenhöhe wären selbst für Chinas gut kapitalisierte Kreditinstitute schwer zu bewältigen.

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Hintergrund des Problems ist eine allzu üppige Kreditvergabe an Staatsfirmen im Auftrag der regierenden Kommunistischen Partei (KP). Das Geld ist vor allem 2009/2010 in wenig rentable Bauprojekte geflossen, um den Arbeitsmarkt und die Konjunktur zu stützen.

Chinas Wirtschaft Konjunkturlokomotive geht die Puste aus

Die Stimmung in Chinas Industrie ist im August stärker gesunken als erwartet.

Innerhalb von nur zwei Jahren stieg das Volumen ausstehender Kredite dabei um 60 Prozent. "Es gibt keinen sichereren Weg, um einem Bankensystem zu schaden", sagt der Ökonom Richard Duncan von Blackhorse Asset Management, ein Experte für Finanzkrisen. "Die Banken werden eine neue Rettungsrunde brauchen."

Wirtschaftsvertreter bestätigen die schlechte Auswahl der Kreditnehmer. "Die Banken haben uns zu Zeiten der Konjunkturprogramme angefleht, Geld zu leihen, das wir gar nicht brauchten", erklärte Li Huanhan, Chefin der Stahlfirma Shanghai Shunze Steel Trading, bei einer Anhörung zum diesem Thema. Heute ist die chinesische Stahlindustrie mitten im Abschwung mit 320 Milliarden Euro verschuldet.

Führungswechsel Chinesische Kader kämpfen um die Macht

Die Spitzen der Kommunistischen Partei streiten in China heftig um die Posten in der nächsten Führung. Die Plätze im Politbüro sind heiß begehrt. Doch es sind nicht nur die Kandidaten, die mit harten Bandagen kämpfen.

Wie zuletzt die USA im Jahr 2007 oder wenig später Spanien trifft das Problem eine Volkswirtschaft, deren Daten grundsätzlich sehr gesund aussehen - deren Wachstum jedoch von intransparenter Ausdehnung der Schulden angetrieben war. Findige Geschäftemacher haben dabei hohe Summen illegal umgeleitet. Vor allem tief in der Provinz, fern von den Finanzaufsehern in Peking, haben die Gemeinden sogar Scheinfirmen gegründet, um in den Genuss höherer Darlehen zu kommen.

Die Banken haben ihrerseits hohe Summen aus ihren Kreditportfolios in Anlagegesellschaften ausgelagert, um das Ausmaß der Geldflüsse zu verschleiern. Fachmann Pettis spricht von "Transaktionen jenseits der offiziellen Bilanzen, die eingefädelt wurden, um Regierungsbestimmungen zu umgehen".

Chinesen kaufen zunehmend deutsche Firmen

  • Übernahmen

    Auf den Einkaufszetteln chinesischer Unternehmen stehen immer mehr deutsche Firmen und ihre Technologien. Eine Auswahl an Übernahmen, Einstiegen und Kooperationen des Jahres 2012.

  • Putzmeister

    Der Betonpumpen-Weltmarktführer Sany Heavy Industry übernimmt im Januar das schwäbische Unternehmen. Die 1200 Arbeitsplätze in Deutschland sind bis Ende 2020 gesichert.

  • Sunways

    Ein Drittel der Aktienanteile an dem Konstanzer Photovoltaik-Konzern sichert sich im Februar LDK Solar.

  • Rhenus Midgard

    Im Februar wird bekannt, dass das deutsche Logistikunternehmen in Kooperation mit der Jade Werke GmbH die Marinestadt Wilhelmshaven zu einem Offshore-Standort ausbaut. Jade Werke ist eine hundertprozentige Tochter der chinesischen Schiffbau- und Investmentgruppe Jiangsu Hantong Heavy Industry Group.

  • Kiekert

    Der Pekinger Automobilzulieferer Lingyun übernimmt im März den nordrhein-westfälischen Weltmarktführer für Pkw-Schließsysteme.

  • Schwing

    Die Xuzhou Construction Machinery Group (XCMG) wird im April Mehrheitseigener des westfälischen Betonpumpenherstellers.

  • Solibro

    Das insolvente Solarunternehmen Q-Cells vereinbart im Juni den Verkauf seiner Tochterfirma mit Sitz in Bitterfeld-Wolfen an die Pekinger Hanergy Holding Group.

  • Tailored Blanks

    Laut einem Medienbericht steht der Stahlkonzern ThyssenKrupp Ende August vor dem Verkauf seiner auf Karosseriebleche spezialisierten Tochterfirma an Wuhan Iron and Steel (Wisco). Das Essener Unternehmens bestätigt bislang lediglich, dass Verkaufsgespräche geführt würden, nennt aber nicht den oder die Verhandlungspartner.

  • Kion

    Ende August bestätigt der Baumaschinenhersteller Shandong Heavy Industry sein Interesse an dem Wiesbadener Gabelstaplerproduzenten.

  • 25.11.2012, 19:46 UhrinPeginglebender

    Der chinesische Aktienindex ist schon auf dem Stand von 2009,er hat sich in den letzten beiden Jahren mehr als halbiert.Die Chinesen müssen ihre Assets auflösen um ihren Lebensstandart zu erhalten.Bald werden sie an ihre Auslandassets gehen müssen,dann fallen auch diese Kurse.

  • 05.09.2012, 15:05 UhrCHS

    Die chinesische Immobilienblase ist ausser Kontrolle und wird auf jedem Fall früher oder später platzen. Und dann werden wir alle ein echtes Problem haben...

  • 05.09.2012, 13:36 UhrSchaarschmidt

    Wenn die Blase platzt,können die 5000 im DAX kommen .

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