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Commerzbank: Griechenland lässt Blessing kalt

Die Commerzbank rechnet laut Konzernchef Martin Blessing wegen der jüngsten Turbulenzen um die hohen Staatsschulden mehrerer Euro-Länder kaum mit Lasten – auch wenn die Coba Anleihen in Höhe von etwa 27 Mrd. Euro dieser Länder in den Büchern führt. Kredite an Firmen oder Reeder sind in den Zahlen aber nicht enthalten.

Martin Blessing sieht keine Bedrohung durch die Griechenland-Krise. Quelle: dpa
Martin Blessing sieht keine Bedrohung durch die Griechenland-Krise. Quelle: dpa

FRANKFURT. Commerzbank-Chef Martin Blessing gibt mit Blick auf die Debatte um eine Pleite Griechenlands Entwarnung. „Da müssen wir die Kirche im Dorf lassen“, sagte er am Mittwoch auf der Bilanzpressekonferenz in Frankfurt. „Ich sehe nicht die Gefahr, dass Griechenland kurzfristig in den Staatsbankrott geht.“ Risikovorsorgebedarf erwarte er nicht, auch drohten keine nennenswerten Lasten aus dem Engagement in den vermeintlich kritischen PIIGS-Staaten – also Portugal, Irland, Italien, Griechenland und Spanien.

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Deutschlands zweitgrößte Bank, die wie berichtet für 2009 erneut einen Milliardenverlust ausweisen musste, hat Anleihen in Höhe von etwa 27 Mrd. Euro dieser Länder in den Büchern. Alleine das Griechenland-Engagement liegt bei gut drei Mrd. Euro. Blessing stellte klar, auch Kursverluste dieser Papiere dürften kaum zu Belastungen führen. Kredite an Firmen oder Reeder sind in den Zahlen aber nicht enthalten. Außergewöhnlich hoch ist das Engagement angesichts des Umstands, dass mit der Eurohypo ein Staatsfinanzierer im Konzern sitzt, keineswegs. So bezifferte etwa die Hypo Real Estate Mitte 2009 ihr Engagement in Spanien, Italien, Irland und Griechenland auf knapp 75 Mrd. Euro.

Blessing bekräftigte abermals, den Bund, der die Bank mit 18,2 Mrd. Euro aufgefangen hat, so schnell wie möglich auszahlen zu wollen. Spätestens ab 2012 werde dies der Fall sein. Vermutungen von Analysten und Investmentbankern, die Bank könnte sich hierzu möglicherweise noch im laufenden Jahr frische Mittel über eine Kapitalerhöhung beschaffen, konnte er dabei nicht ganz zerstreuen.

Am Mittwochmorgen war die Aktie der Commerzbank deshalb um bis zu fünf Prozent ins Minus gerutscht, erholte sich dann aber teilweise. Die Investmentbank UBS beispielsweise bezeichnete eine Kapitalerhöhung als „hoch wahrscheinlich“. Sie macht angesichts demnächst schärferer Anforderungen der Regulierer einen Bedarf von gut 12,2 Mrd. Euro an frischen Mitteln aus.

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