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Credit Suisse: Aktionäre kritisieren hohe Manager-Löhne

Fast ein Drittel der Aktionäre der Credit Suisse hat am Freitag auf der Generalversammlung gegen den Vergütungsbericht gestimmt. Sie kritisierten die Höhe der Manager-Gehälter scharf.

Ein Credit-Suisse-Aktionär macht seinem Ärger auf der Bühne Luft und gestikuliert mit seinem Schuh. Quelle: Reuters
Ein Credit-Suisse-Aktionär macht seinem Ärger auf der Bühne Luft und gestikuliert mit seinem Schuh. Quelle: Reuters

Zürich/LondonDie Millionengehälter der Manager sind vielen Aktionären der Schweizer Großbank Credit Suisse ein Dorn im Auge. Fast ein Drittel der Aktionäre stimmte auf der Generalversammlung am Freitag gegen den Vergütungsbericht des zweitgrößten Schweizer Geldhauses.

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„Die Herren sollten sich schämen, uns so viel Geld wegzunehmen“, sagte Kleinaktionär Rudolf Weber unter großem Applaus aus dem Publikum. „Denn wir sind die Besitzer dieser Bank, die da oben sind unsere Angestellten. Wir sollten bestimmen, was die Herren verdienen.“ Auch bei der britischen Barclays machten die Aktionäre Front gegen die hohen Gehälter des Managements.

Vor einem Jahr hatten noch 74 Prozent der Credit Suisse-Aktionäre dem Vergütungsbericht zugestimmt, diesmal waren es nur gut 68 Prozent. „Die 31 Prozent Opposition von heute sind ein noch deutlicheres Zeichen an den Verwaltungsrat als letztes Jahr“, sagte ein Sprecher der einflussreiche Schweizer Pensionskassen-Stiftung Ethos, die die Boni als nach wie vor zu hoch kritisiert hatte.

Die Stiftung, die selbst nur wenige Aktien hält, sprach offenbar vielen Aktionäre aus dem Herzen. „Zahlreiche institutionelle Investoren sind mit dem Vergütungssystem der CS nicht einverstanden und erwarten nun Anpassungen“, sagte der Ethos-Sprecher. Nach der Abstimmung, die lediglich konsultativen Charakter hatte, sagte Verwaltungsratspräsident Urs Rohner: „Das Ergebnis ist uns Aufgabe und Auftrag, weiter am Vergütungssystem zu arbeiten.“

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