TOKIO. Die Vereinbarung muss noch von den Regulierungsbehörden abgesegnet werden und soll Anfang Oktober unter Dach und Fach sein. Die Parteien haben den Preis mit 200 Mio. Dollar für die Vermögenswerte und 800 Mio. Dollar für die Handelsposition angesetzt.
Daiwa-Chef Shigeharu Suzuki weitet damit die Investmentgeschäfte seines Instituts wieder aus, nachdem er im Dezember aus einem langjährigen Joint Venture mit der Sumitomo Mitsui Finanzgruppe ausgestiegen war. Im Gegensatz zu Konkurrent Nomura, der im am 31. März zu Ende gegangenen Geschäftsjahr schwarze Zahlen vorlegen konnte, musste Daiwa im ersten Quartal des neuen Geschäftsjahres unerwartet einen Verlust bekanntgeben.
„Mit dieser Akquisition demonstrieren wir unseren Willen, nicht nur in Asien zu wachsen, sondern auch ein weltweit wettbewerbsfähiges Derivate-Geschäft aufzubauen“, sagte Toshinao Matsushima, zuständiger Manager bei Daiwa. Die Belgier von KBC sehen in dem Geschäft unter anderem eine Maßnahme, ihre Eigenkapital-Basis aufzupolstern.
Daiwa gab gestern zudem bekannt, erstmals Rand-Unternehmensanleihen für individuelle Investoren anzubieten. Auch dieser Plan soll das Geschäft des Brokers weiter globalisieren. Der Wert der Anleihen in der südafrikanischen Währung, kombiniert mit australischem Dollar, soll bis 30 Mrd. Yen betragen (etwa 272 Mio. Euro).