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Deutsche Bank: Bieterrennen um Vermögensverwaltung nimmt Fahrt auf

Amerikanische und australische Banken sind an einem Kauf von Teilen der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank interessiert. Es soll knapp zehn Interessenten geben. Einige dürften noch aus dem Bieterrennen ausscheiden.

Für Teile der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank gibt es eine ganze Reihe von Interessenten. Quelle: Reuters
Für Teile der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank gibt es eine ganze Reihe von Interessenten. Quelle: Reuters

FrankfurtDer Kreis der Bieter für einen Großteil der Vermögensverwaltung der Deutschen Bank wird enger: Weniger als zehn Interessenten sind Verhandlungskreisen zufolge noch im Rennen um die ins Schaufenster gestellten Bereiche. Darunter seien die australische Bank Macquarie sowie die US-Vermögensverwalter Ameriprise Financial und Guggenheim Partners, sagten mehrere mit den Gesprächen vertraute Personen.

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Ein weiterer Insider ergänzte, die US-Depotbank State Street sei ebenfalls noch dabei. Rund ein Dutzend Häuser hatten zuvor einen Blick in die Bücher geworfen. Angesichts der eingegangenen Gebote ist laut Verhandlungskreisen ein Preis zwischen 1,5 und 2,0 Milliarden Euro realistisch. Einige Bieter seien aber nur an einzelnen Teilen interessiert, während die Bank einen Verkauf als Ganzes bevorzuge. In den nächsten Wochen dürfte die größte deutsche Bank die Bieter auswählen, mit denen sie intensiver verhandeln will.

Deutsche Bank

Offiziell spricht sie von einer strategischen Überprüfung der Vermögensverwaltung - einem langjährigen Sorgenkind des Konzerns. Doch in Bankkreisen gilt ein Verkauf als das wahrscheinlichste Szenario, da das Institut die Einnahmen gut zur Stärkung des Kapitalpolsters gebrauchen kann. Zudem ist sie in den fraglichen Bereichen zu klein, um ordentlich Geld zu verdienen. „Bis Mitte des Jahres soll die Sache durch sein“, sagt eine Person mit Kenntnis des Prozesses. Das Frankfurter Institut nimmt zu den Informationen keine Stellung.

Konkret geht es um die Immobilien- und Infrastrukturfondssparte RREEF, die Vermögensverwaltung für Versicherungen (Deutsche Insurance Asset Management) und andere institutionelle Kunden (DB Advisors). Auch das US-Geschäft der Publikumsfondsgesellschaft DWS, das nie so richtig in Schwung gekommen ist, könnte den Besitzer wechseln. Nicht zur Disposition steht dagegen die rentable DWS in Europa und Asien. Insgesamt umfasst das Paket ein verwaltetes Kundenvermögen von 400 Milliarden Euro und etwa 1500 Mitarbeiter.

  • 22.02.2012, 18:28 UhrAnonymer Benutzer: Hartmut.Rast

    Dieser beabsichtigte Verkaufsvorgang ist angesichts der Beteiligung am Kölner Bankhaus Oppenheim und ihrer "Ultra High Networth Individuals" so nicht nachvollziehbar, es sei denn, Oppenheim wird auch wieder zur Disposition gestellt.

    Die Deutsche Bank hat sich mit dem Kauf des Frankfurter Bankhaus Grunelius (zuletzt firmierend als Deutsche Bank Trust AG)bereits einmal um eine Vermögensverwaltung für die betuchte Klientel bemüht, konnte aber die "kritische Größe" nicht erreichen.

    Wieso verhandelt man jetzt über einen Verkauf der angeblich nicht rentablen Vermögensverwaltung wenn im Bankhaus Oppenheim qualifiziertes Personal zur Verfügung steht, dass sich über den Erhalt ihrer Arbeitsplätze durch Geschäftsausweitung doch sicherlich freuen würde.

    Oder ist die Deutsche Bank mittlerweile doch mehr Investmentbank als Universalbank und nur am schnellen Geld interessiert ?

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