Und Ackermann stimmt auch selbstkritische Töne an: „Gerade wir in der Finanzbranche sind gut beraten, uns an die Brust zu klopfen und darüber nachzudenken, inwieweit die Ursachen in unserer Branche liegen.“ Die Banken müssen nach seiner Ansicht ihr Handeln stärker auf die Bedürfnisse der realen Güterwirtschaft ausrichten. Die Fragen nach der Sinnhaftigkeit manch moderner Finanzprodukte und dem Sekundenhandel mit Wertpapieren würden immer lauter und erforderten neue Antworten. Die Finanzindustrie habe noch keine „wirklich überzeugenden Antworten“ auf die Fragen der Politiker und der Öffentlichkeit zu bieten.
Seit der ersten Phase der Finanzkrise seien zwar die gröbsten Übertreibungen beseitigt worden, man müsse sich aber fragen, ob das ausreicht. „Wir müssen nach meiner Überzeugung unsere gesamte Tätigkeit in allen Bereichen noch einmal gründlich dahin überprüfen, ob wir damit unseren genuinen Aufgaben als Diener der realen Wirtschaft gerecht werden“, sagt Ackermann.
Ackermann geht auf Konfrontationskurs zum Internationalen Währungsfonds. Jüngste Forderungen der IWF-Chefin Christine Lagarde nach einer Zwangskapitalisierung europäischer Geldhäuser seien wenig hilfreich und auch nicht gerechtfertigt gewesen, sagt der Schweizer. „Es ist offenkundig, um nicht zu sagen eine Binsenweisheit, dass es zahlreiche europäische Banken nicht verkraften würden, müssten sie die im Bankbuch gehaltenen Staatsanleihen auf Marktwerte abschreiben“, betont der im nächsten Jahr scheidende Chef des größten deutschen Geldhauses.
Die Glaubwürdigkeit der staatlichen Stützungsmaßnahmen würde mit solchen drastischen Schritten untergraben. Es bestehe die Gefahr, dass sich dadurch die Schuldenlage einzelner Länder weiter verschärfe. Angesichts einer drohenden Verwässerung würden private Investments in Banken noch weniger wahrscheinlich. Ackermann macht deutlich, dass das Ertragswachstum der Banken insgesamt wegen der schärferen Regulierung und der Schuldenkrisen künftig begrenzt sei.
Die Verunsicherung über die Finanzmärkte sei mittlerweile „bis in die bürgerliche Mitte der Gesellschaft und den Mainstream der Ökonomen vorgerückt“ und habe auch die eigene Branche erreicht, meint der Schweizer. Er ruft auch dazu auf, dass sich die Aufseher und die Banken in einen Dialog begeben, um die Wirkungen des computergesteuerten Hochfrequenzhandels auf die Märkte zu prüfen, um somit Ungleichgewichte an den Märkten zu vermeiden. Ferner müssten sich die Banken fragen, wie sie mehr langfristig orientierte Investoren und damit mehr Stabilität auf den Finanzmärkten gewinnen können. Dabei könnten aber die Mittel der Staatsfonds, auf die vielen Unternehmen und Staaten setzten, nicht die einzige Lösung bleiben.
Die Banken sind seit dem Zusammenbruch der Investmentbank Lehman Brothers im Jahr 2008 weltweit in eine beispiellose Krise gerutscht. Viele Institute mussten mit staatlichen Rettungspaketen in Milliardenhöhe vor dem Zusammenbruch bewahrt werden. In den vergangenen Wochen stieg wieder das Misstrauen der Finanzmärkte gegenüber den Banken, weil diese nun unter der Schuldenkrise in Europa leiden und beispielsweise hohe Wertberichtigungen auf griechische Anleihen vornehmen mussten.
...Nicht umsonst haben bereits die alten Römer und die alten Griechen (sic!) einen gleichen Gott für die Diebe und Kaufleute gehabt: Bei den Römern wurde er Merkur genannt und bei den Griechen Hermes.
Hermes galt gar noch als Götterbote bei den Griechen.
Sie sehen: Europa verfügt über durchaus subtile Traditionen.
Ackermann sollte eigentlich der neue tanzpartner von Bernie Madoff. Erste mal in der Geschichte das ein Banker, so kriminell gehandelt hat uns lauft rum auf freien fuss. Das debacle wo er hat die ganze toxic papier an IKB Bank verkauft hat, und dann angeruffen und Beschwert sich das IKB Bank held viel zu viel toxic papier? Kein visionair, ein gauner ist es.
@Mawo: So kann man es natuerlich auch sehen. Meinst Du so aehnlich wie bei der COBA?:))))
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