Diskussion: Kommentare zu: Finanzmärkte bereiten Ackermann Albträume

Oliver Stock, Chefredakteur Online

Liebe Leserinnen und Leser,

Wir freuen uns auf Ihren Kommentar. Gerne kritisch. Gerne auf den Punkt - von mir aus kurz und schmerzhaft. Auch Lob würden wir annehmen. Am meisten freuen wir uns, wenn Sie zu Ihrer Meinung mit Ihrem wirklichen Namen stehen. Wir möchten wissen, mit wem wir diskutieren, und Sie möchten wahrscheinlich auch wissen, mit wem Sie sich auseinandersetzen. Wir glauben, dass es zu einem fairen Umgang miteinander im Netz gehört, sich offen gegenüberzutreten. Dafür steht die Handelsblatt-Online-Redaktion. Dafür stehe ich.

Ihr
Oliver Stock
Chefredakteur Handelsblatt Online

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  • 05.09.2011, 10:42 UhrAnonymer Benutzer: Joeys

    Vielleicht wechselt Herr Dr. Ackermann doch nicht nach der HV 2012 in den Aufsichtsrat, sondern verlängert seinen Vertrag nochmals um weitere 3 Jahre.

    • 05.09.2011, 13:28 UhrAnonymer Benutzer: MaWo

      @ Joeys,
      wieso weiterhin DB-Chef?
      Als Aufsichtsratsvorsitzender kann er doch dem DB-Chef in Personalunion von jeglichem Fehlverhalten freisprechen!?

  • 05.09.2011, 10:53 Uhrschatzmeister

    Eine messerscharfe Analyse! Woher weiß er das bloß alles? Der Mann gehört zu Recht zu den Spitzenverdienern: http://www.focus.de/finanzen/boerse/aktien/deutsche-bank-josef-ackermann-steigert-gehalt-um-580-prozent_aid_490054.html

    • 05.09.2011, 14:16 UhrAnonymer Benutzer: Oelblase

      Noch "härtere" Reformen ???

      Heißt es also, dass wir unsere Steuern bald nicht mehr an den Staat, sondern direkt an die Banken abführen müssen ?!

  • 05.09.2011, 11:13 Uhrleser2003

    Hört sich ganz vernünftig an, was "Joe" Ackermann da sagt.

    Für mich ist allerdings die Kernfrage, auf die ich nicht nur nirgends (weder links noch rechts) eine Antwort gefunden, sondern habe, sondern die anscheinend auch niemand präzise stellt:
    Wieso ist es überhaupt möglich, dass der Finanzsektor die Realwirtschaft derart überwuchert? Wo kommen die Gewinne her?
    Ganz generell sehe ich -3- Alternativen (ggf. auch kumuliert):
    - aus der Realwirtschaft (d. h. Anleger ziehen immer mehr Geld dort raus und stecken es in die Finanzmärkte, wobei die "Gewinne" einfach Scheingewinne aus dem "frischen" Geld sind
    - aus der ständig vermehrten Geldzufuhr durch die Zentralbanken und schließlich
    - (eine Möglichkeit, die nirgends erörtert wird) buchhalterische Scheingewinne (durch mark-to-market-Bewertungen, durch unterschiedliche Bewertungen bei den einzelnen Transaktionsparteien - indem z. B. CDS' bei Käufern + Verkäufern mit unterschiedlichen Gewinn-/Verlustbeträgen verbucht werden - sowie evtl. auch durch Zeitdifferenzen bei den Buchungen im Finanzsystem insgesamt. Ich halte es sogar für denkbar, dass solche Mechanismen die Zentralbanken zwingen, diese Scheingewinne mit immer mehr "richtigem" Geld zu unterlegen; die Notenbanken wären also mehr Getriebene als Akteure.

    • 05.09.2011, 11:50 UhrAnonymer Benutzer: lenzzenl

      Vielleicht eine mögliche Antwort auf Ihre Frage:

      Ein Essay erschienen auf Handelsblatt-Online

      Es werde Geld – es werde Krise

      http://www.handelsblatt.com/politik/nachrichten/es-werde-geld-es-werde-krise;2386105

    • 05.09.2011, 11:50 UhrAnonymer Benutzer: lenzzenl

      Vielleicht eine mögliche Antwort auf Ihre Frage:

      Ein Essay erschienen auf Handelsblatt-Online

      Es werde Geld – es werde Krise

      http://www.handelsblatt.com/politik/nachrichten/es-werde-geld-es-werde-krise;2386105

    • 05.09.2011, 15:36 Uhrleser2003

      Danke für den Hinweis, lenzzen. Das ist in der Tat ein sehr informativer Artikel. Man müsste sich wohl näher mit dem sog. "Vollgeld" beschäftigen (glaube, auch Irving Fisher hat entsprechende Vorschläge gemacht).

      Trotzdem zeigt ja auch Häring, dass es wg. Mindestreserve + EK-Vorschriften auch beim FIAT-Geld inhärente Grenzen der Geldschöpfung gibt.
      Das nun schon seit langem herrschende Mindestreserve-System kann also wohl nicht die Geldmengenausweitung der letzten Jahrzehnte erklären.
      Und ebenso wenig, auf welche Weise reine Finanzmarkttransaktionen immer mehr Geld in die Welt setzen und die Akteure immer reicher machen können.

  • 05.09.2011, 11:13 Uhrminesweaper

    Viel Neues hatte Ackermann ja nun nicht zu sagen, hat eher Unterhaltungswert als Informationswert.

  • 05.09.2011, 11:15 UhrAnonymer Benutzer: Don_Quichotte

    Dieser Artikel ist schon irgendwie lustig platziert. Als Aufmacher und direkt darunter dann folgende Headline: Betrugsverdacht: Ermittlungen gegen Deutsche Bank auch in London
    Wenn also der Kopf ebenjener Bank die unter Betrugsverdacht steht, möglicherweise der Chefbetrüger ist, warum sollte ich seinem geheuchelten Reformwillen auch nur den leisesten Glauben schenken ?
    Die deutsche Politik setzte genau das um, was der Cheflobbyist Ackermann von Ihr verlangte. Und das waren ja bekanntlich keine für das Allgemeinwohl der vereinigten Steuerzahler dienlichen Reformen, sondern Maßnahmen die einzig und allein den Großbanken selbst nutzten !!!
    Herr Ackermann kann froh sein dass wir nun 220 Jahre nach der Französischen Revolution Verräter nicht mehr unter die Guillotine schicken. Aber die gerechte Strafe wird ihn irgendwann ereilen, da bin ich sicher.

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