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Deutsche Bank: Das klassische Bankgeschäft lahmt

Die Börse hat das gute Abschneiden der Deutschen Bank am Dienstag nicht honoriert. Zwar läuft das Investment-Banking rund. Mit Privat- und Firmenkunden wird aber nur wenig verdient. Und die starken Zahlen sind wohl nicht wiederholbar.

Die Deutsche Bank kann mit ihrem Gewinn glänzen. Doch das klassische Privat- und Geschäftskundenbanking lahmt. Quelle: dpa
Die Deutsche Bank kann mit ihrem Gewinn glänzen. Doch das klassische Privat- und Geschäftskundenbanking lahmt. Quelle: dpa

FRANKFURT. Die Aktie verlor bis Börsenschluss rund fünf Prozent. Die Händlern vermissten eine Prognose für das Gesamtjahr. Finanzvorstand Stefan Krause sagte zwar, "alles was wir im Geschäftsumfeld sehen, stimmt uns positiv für das zweite Quartal." Allerdings blieben die Märkte und die Wirtschaft im weiteren Jahresverlauf unverändert von Unsicherheit geprägt.

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Im ersten Quartal hat die Deutsche Bank die Schätzungen der Analysten dank eines rund laufenden Investment-Bankings deutlich übertroffen. Zudem wurde die gesamte Risikovorsorge auf 262 Mio. Euro halbiert, für mögliche Ausfälle bei Privat- und Firmenkundenkredite wurden dabei 173 (169) Mio. Euro reserviert. Die Eigenkapitalrendite vor Steuern lag bei 30 Prozent und damit über dem von Ackermann anvisierten Ziel von 25 Prozent, für das er von Seiten der Politik schon viel Kritik einstecken musste. Die Bank sei auf gutem Weg, ihr Ziel von zehn Mrd. Euro Gewinn vor Steuern für das Jahr 2011 zu erreichen, erklärte Finanzvorstand Krause.

Keine Hinweise auf Ermittlungen

Krause deutete an, dass die Deutsche Bank im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Goldman Sachs keine Hinweise auf ein bevorstehendes Verfahren erhalten habe. Man habe eine interne Untersuchung eingeleitet, sei aber auf keine "ähnliche Situation" wie bei Goldman Sachs gestoßen. Die amerikanische Börsenaufsicht SEC hat gegen Goldman eine Betrugsklage eingereicht. Der New Yorker Finanzkonzern soll den Investoren wichtige Informationen zu einem Produkt vorenthalten haben, das im Zusammenhang mit zweitklassigen Hypothekenpapieren steht. Goldman streitet die Vorwürfe ab.

In den übrigen Segmenten außerhalb des Invetsmentbankings kam die Deutsche Bank weniger flott voran. Im Privat- und Firmenkundengeschäft sank der Vorsteuergewinn auf 189 (206) Mio. Euro, wobei das Vorjahr aber durch positive Einmaleffekte beeinflusst war. Die Deutsche Bank hält eine Minderheitsbeteiligung an der Postbank mit der Option auf die Mehrheit der Anteile. Mit einer vollständigen Übernahme würde sich die Geschäftsbasis bei Privatkunden deutlich verbreitern. Finanzchef Krause dämpfte aber die Erwartung auf einen raschen Vollzug: "Unsere Position zur Postbank hat sich nicht geändert. Wir haben alle Zeit der Welt." Die Bank sei auf gutem Weg, die geplanten Einsparaffekte durch bestehende Kooperationen einzuspielen. Der Abbau der Risikoaktiva bei der Postbank sei "sehr ermutigend". Hinter den Kulissen scheinen die Vorbereitungen für die Übernahme aber vorangetrieben zu werden. "Die arbeiten mit Hochdruck daran, externe Berater für die Integration auszuwählen", hieß es in Branchenkreisen.

  • 27.04.2010, 15:19 UhrAnonymer Benutzer: Lutz

    Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert!

    Ohne Revolution werden wir alles verlieren.

    Merkel wird bei jeder weiteren Forderung gegen die Menschen in Deutschland nicken. Wir werden zahlen müssen oder dieses Pack vertreiben. Allerdings glaube ich das wir nicht mehr zahlen können.

  • 27.04.2010, 14:34 UhrAnonymer Benutzer: L. Blankfein

    Welche Lehren sind also aus diesem Desaster zu ziehen ?

    1. Landesbanken und bundesbanken dürfen entweder garnicht oder nur noch in einfach strukturierten Anlageklassen investieren, d.h. AAA-Anleihen, AAA-Aktien, phys. Rohstoffe. Die Alternative wäre Abschaffung der Landesbanken.

    2. CDS dürfen nur noch von denen gekauft werden, die in der Rolle eines Gläubigers sind, d.h. die ein tatsächliches Kreditausfallrisiko tragen, d.h. KEiNE Spekulation Dritter auf den Ausfall des Kredits eines Anderen, da dadurch die CDS-Kurse bereits hochgetrieben und die bonität infrage gestellt wird, ohne daß sich an der ursprünglichen Ausgangslage etwas geändert hätte.

    3. Rating-Agenturen müssen von den Gläubigern, die in der Vergangenheit Produkte mit ihrer bewertung erworben haben, auf transparente Weise selbst bewertet werden können.
    Es muß ein Abgleich, eine Statistik, zwischen bewertung und tatsächlicher späterer Entwicklung des bewerteten Finanz-Produkts / Kreditschuld herbeigeführt werden.
    Damit können sich zukünftige Gläubiger / Käufer ein "Urteil der Mehrheit" bzgl. der Zuverlässigkeit des Ratings selbst geben lassen, und es hält ein System der gegenseitigen Kontrolle Einzug.

    4. Eine prozentuale Mindestgrenze von 10% als aus Eigenkapital hinterlegte Sicherheit bzgl. aller ausstehender Schulden muß von den banken vorgehalten werden.

    5. Schattenbilanzen außerhalb der eigentlichen bilanz sind verboten und hart zu bestrafen.

    6. Malus-Regelung für Mißmanagement bei der Vergütung

    7. Keine "Revolving door", stattdessen Einbahnstraße.
    Personen, die in öffentlichen Ämtern der Finanzpolitik tätig waren, sind mit einer 5-jährigen Sperre bzgl. der Tätigkeit in einem Unternehmen der privaten Finanzwirtschaft zu belegen.
    Damit werden interessenkonflikte vermieden.
    Umgekehrt ist gegen die beschäftigung von Personen, die von privaten Finanzunternehmen in öffentliche finanzpolitische Ämter wechseln, nichts einzuwenden.

  • 27.04.2010, 13:28 UhrAnonymer Benutzer: Licht

    Ach ja , die notleidenden banken.
    M(f)erkel hat uns wieder supersanft über den Tisch gezogen.

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