
FrankfurtAm Dienstag wollen die Chefs der Deutschen Bank, Anshu Jain und Jürgen Fitschen, ihre neue Strategie für den Konzern verkünden. Erste Eckpunkte zeichnen sich bereits ab. Nach Informationen des Handelsblatts aus Finanzkreisen wird die Deutsche Bank über die jüngst verkündeten 1900 Stellen hinaus weitere Arbeitsplätze abbauen, um die Kosten zu senken. Bisher waren vor allem Jobs im Investment-Banking betroffen, nun dürfte es auch andere Konzernbereiche treffen. Der größte Um- und Abbau wird in der Vermögensverwaltung erwartet.
Zudem dürfte das Management den Informationen zufolge einige komplexe Produkte streichen, in Bereichen wie dem Aktienhandel abbauen, sich auf Wachstum in ausgewählten Ländern fokussieren und die IT-Systeme der Bank erneuern, um effizienter zu werden. Es gehe um viele Anpassungen, ein wirklicher Strategiewechsel sei nicht zu erwarten, heißt es.
Was kommt: Ein neuer Ton
Die Übung ist für Anshu Jain und Jürgen Fitschen ungewohnt, aber sie gelingt immer besser. Für ihre Vorgänger als Chefs der Deutschen Bank galt: Sie waren in der Branche das Maß aller Dinge. Dem entsprachen häufig auch Ton und Verhalten, wenn Josef Ackermann, Rolf Breuer und Co. in der Öffentlichkeit auftauchten.
Eine Finanzkrise und einige Skandale später sucht die Bank einen neuen Ton. Heute sagen Jain und Fitschen Sätze wie: "Vertrauen fängt damit an, dass das, was wir tun, von der Mehrheit akzeptiert wird als etwas, das einen Nutzen stiftet für die Gesellschaft." Aber auch: "Es wird nicht reichen, nur zu sagen, wir verdienen weniger Geld." So klang das bei Jürgen Fitschen vergangene Woche auf der Handelsblatt-Tagung "Banken im Umbruch".
Ähnlich war es bei Anshu Jain bei seinem Auftritt bei der Botschaftertagung in Berlin: "Ich verstehe ja viel der Kritik an der Finanzindustrie", sagte er dort. Und: "Wir haben Fehler gemacht, das ist die Realität." Die Botschaft ist klar: Wir haben verstanden, aber wir gehen auch nicht in Sack und Asche. Die Selbstkritik geht nur so weit, dass sie das Geschäftsmodell der Bank nicht gefährdet.
Mutmaßliche Bilanztricksereien, Hypothekenklagen, Zinsmanipulationen, der Kirch-Streit - die Deutsche Bank muss noch eine ganze Reihe von potenziell sehr teuren Altlasten aufarbeiten. Eine Übersicht über die Vorwürfe und Verfahren seit Anfang 2011, von denen einzelne bereits abgeschlossen sind.
Der Bundesgerichtshof gibt der Deutschen Bank eine schallende Ohrfeige: Sie muss an einen hessischen Mittelständler mehr als eine halbe Million Euro Schadenersatz zahlen. Diesen Betrag hatte der Kläger mit einem komplizierten Zinsswap-Geschäft verloren, das die Bank nach Auffassung des BGH „bewusst zulasten des Anlegers“ konstruiert hatte. In der Folge einigt sie sich mit zahlreichen Kommunen und Unternehmen nach Angaben von Anwälten auf Vergleiche.
In den US-Untersuchungen zur Rolle der Wall Street in der Finanzkrise erhebt ein Senatsausschuss schwere Vorwürfe gegen die Deutsche Bank und Goldman Sachs. Der Deutschen Bank wird vorgeworfen, umstrittene Finanzprodukte aufgelegt zu haben. Sie habe unter anderem einen milliardenschweren verbrieften Hypothekenkredit (CDO) namens „Gemstone 7“ geschnürt und verkauft, bevor der Markt abstürzte. Dabei habe der zuständige Händler gewusst, dass das Paket minderwertige Assets enthalte.
Die EU-Wettbewerbshüter knöpfen sich den Handel mit Kreditausfallversicherungen (CDS) vor, mit denen sich Investoren und Spekulanten gegen Pleiten von Staaten und Firmen absichern. Die Kartellermittlungen richten sich gegen 16 Investmentbanken, darunter die Deutsche Bank. Im weiteren Verlauf der Ermittlungen (2013) wird von den deutschen Häusern zunächst nur die Commerzbank vom Haken gelassen.
Die Deutsche Bank bestätigt, dass die Stadt Los Angeles eine Klage gegen das Institut im Zusammenhang mit umstrittenen Zwangsräumungen eingereicht hat. Die Bank sei über Tochterunternehmen einer der größten „Slumlords“ der Millionenmetropole, heißt es in der Klageschrift, die Entschädigungszahlungen von mehreren hundert Millionen Dollar nach sich ziehen könnte. Sie habe Hunderte Anwesen verfallen lassen und Menschen zu Unrecht aus ihrem Heim vertrieben. Nach Angaben des Instituts wurde die Klage inzwischen abgewiesen. Ob die Stadt in Berufung geht, ist aber weiterhin offen.
Die US-Aufsichtsbehörde Federal Housing Finance Agency (FHFA) verklagt 17 Banken wegen umstrittener Hypothekengeschäfte, darunter die Deutsche Bank. Die Behörde wirft ihnen vor, beim Verkauf von mit Hypotheken unterlegten Wertpapieren falsche Angaben gemacht zu haben. Der Klageschrift zufolge werden finanzielle Schäden auf Hypotheken-Anleihen über insgesamt fast 200 Milliarden Dollar geltend gemacht - davon entfallen mehr als 14 Milliarden auf die Deutsche Bank. Das Geldhaus weist die Vorwürfe als unbegründet zurück.
Laut „Financial Times“ nehmen britische Behörden von der Deutschen Bank und anderen Instituten zusammengestellte Wertpapiere wegen Betrugsverdachts unter die Lupe. Die Untersuchung des Serious Fraud Office soll Beweise dafür liefern, dass die Banken ihren Kunden beim Verkauf von forderungsbesicherten Wertpapieren in Großbritannien falsche Informationen geliefert hätten. Die Ermittlungen sind schwierig, da die Behörde den Instituten Betrugsabsicht nachweisen müsse.
Die Staatsanwaltschaft München lässt Vorstandsbüros und die Rechtsabteilung im Zusammenhang mit dem Kirch-Prozess durchsuchen. Gegen den damaligen Vorstandschef Josef Ackermann werde wegen des Verdachts auf Prozessbetrug ermittelt. Auch gegen den damaligen Aufsichtsratschef Clemens Börsig, Ex-Vorstandschef Rolf Breuer und den früheren Personalchef Tessen von Heydebreck werde ermittelt. Die Bank und die Betroffenen halten die Beschuldigungen für haltlos und das Vorgehen der Staatsanwaltschaft für unverhältnismäßig.
Die Pleite der US-Finanzfirma MF Global hat für die Deutsche Bank ein juristisches Nachspiel. Zwei US-Pensionsfonds verklagen Abteilungen des Frankfurter Instituts sowie sechs weiterer Geldhäuser, die MF bei der Erstellung von Anleihe-Angeboten unterstützt haben. Die Kläger werfen ihnen vor, in den Prospekten Probleme verschwiegen zu haben, die zum Kollaps des Brokerhauses geführt haben. Mit der Klage nehmen die Fonds finanzstarke Institute ins Visier, um ihre Verluste nach dem MF-Global-Zusammenbruch auszugleichen.
Sechs Händler werden wegen eines 230 Millionen Euro schweren Umsatzsteuerkarussells mit CO2-Verschmutzungszertifikaten in Frankfurt zu langjährigen Haftstrafen verurteilt. Der Handel wurde über die Deutsche Bank abgewickelt. Unter den 170 Beschuldigten im Visier der Staatsanwaltschaft sind auch sieben Mitarbeiter der Bank. Gegen sie gibt es noch keine Anklagen, die Bank hat aber 310 Millionen Euro Umsatzsteuerforderungen aus dem CO2-Handel abgeschrieben.
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Die Deutsche Bank muss im Geschäftsbetrieb effektiver und effizienter werden. Eine Daueraufgabe für alle großen Unternehmen.
Doch warum desswegen die Rendite-Ziele senken?
Bedenkt man, dass eine Bank in normalen Zeiten über 90 % der vergebenen Kredite durch Fremdkapital refinanziert, also von Sparern und Bundesbank oder Geschäftspartner bekommt, reicht ein Spread von 2,5 - 3,0 %, um die Eigenkapitalrenditevorgabe eines Herrn Ackermanns zu erreichen.
Wenn also die Bank derzeit bei der Bundesbank zu 0,75 % Zinsen sich Geld ausleihen kann, bräuchte sie von ihren Kunden lediglich 3 - 4 % Zinsen zu verlangen!
Wieviele Zinsen zahlen sie als Kreditkunde?

"schließlich rege sich auch niemand auf, wenn ein Mittelständler oder ein Industriekonzern Renditen von 30 Prozent erwirtschaftet."
Herr Jain vergisst, dass sich in der Öffentlichkeit auch kein mensch dafür interessiert, wenn ein Mittelständler oder Medienkonzern - siehe Kirch (zur Not sogar von seiner Bank) in die Pleite getrieben wird. Dem Mittelständler oder Medienkonzern wird in so einer Situation auch icht von Staats wegen der größte Mitbewerwerber (Postbank) einfach so mal eben geschenkt. Und würde dem Mittelständler oder Medienkonzern ein solches Geschenk gemacht, könnte sich dieser in der Öffentlichkeit nicht großkotzig und selbstgerecht hinstellen und behaupten, sein Unternehmen benötige keine Staatshifen und werde diese auch inder Zukunft nicht beantragen. Nebenbei eiert der Vorstand im Ittelstand und auch der des M edienkonzerns seinen 60. Geburtstag nicht im Kanzleramt. Vielleicht sollte Herr Jain dessen Name sich im deutschen doch sehr nach "Schein" anhört vor jeder Kritik an der Öffentlichkeit zunächst einmal lernen, was seine Bank die Öffentlichkeit regelmäßig kostet und dieser regelmäßig, nicht erst beginnend mit "Peanuts" und sicher nicht endend in Merkels Palazzo Prozzo-Feten zumutet. "Schein" und Unredlichkeit liegen im Deutschen einfach zu nah zusammen, als dass die warmen Worte von Herrn Jain schon eine Bedeutung für die "Öffentlichkeit" haben könnten.

Die glauben also wir sind blöd! Dann sollten sie erst mal ihre Mithilfe des Vertriebes von den "Giftpapieren" von Goldman-Sachs erklären und sofort an die Geschädigten Banken und Anleger Schadensersatz zahlen- Da wird der Goldring um ihr3e Köpfe sehr schnell verblassen! Zahlen sie sofort den IKB-Bank u. Geschädigten in deren Zusammenwirken mit dem Versager der IKB im Aufsichtsrat, Herrn Jörg Asmussen, nun EZB?, sofort Entschädigung oder kommen sie als Deutsche Bank mindestens ihren Verpflichtungen einer evtl. Übernahme nach. Sie haben als DB eine gut funktionierende Bank nieder gemacht mit Goldman Sachs und Asmussen [...] [+++Beitrag wurde von der Redaktion editiert+++]
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