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Deutsche Bank: Führungsebene soll weiblicher werden

Deutsche-Bank-Personalvorstand Stephan Leithner hat auf einem Seminar für Nachwuchskräfte seine Vision vom Banker der Zukunft vorgestellt: weiblicher, internationaler, teamorientierter und technikaffiner.

Stephan Leithner, Personalvorstand bei der Deutschen Bank. Quelle: dpa
Stephan Leithner, Personalvorstand bei der Deutschen Bank. Quelle: dpa

FrankfurtDer typische Deutsch-Banker soll künftig immer öfter eine Deutsch-Bankerin sein. Der neue Personalvorstand Stephan Leithner umriss am Mittwoch in Frankfurt seine Vorstellungen vom Banker der Zukunft: „Ich will ein bisschen provokant sein. Das erste ist: er wird weiblicher sein, internationaler sein, älter, teamorientierter, mobiler und Spaß an der Technik haben müssen.“

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Auf einem Seminar für Nachwuchskräfte auf der „Euro Finance Week“ kündigte Leithner an, dass die Deutsche Bank bis 2018 auf 25 Prozent Frauen unter ihren hochrangigen Führungskräften kommen wolle. Ende 2011 seien es 17 Prozent gewesen. Frauen seien in vielen Fällen eher die Garanten von Teamorientierung, partnerschaftlichem Verhalten und nachhaltiger Ausrichtung.

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Die Deutsche Bank hat sich unter den Vorstandschefs Anshu Jain und Jürgen Fitschen einen „Kulturwandel“ auf die Fahnen geschrieben. Es werde für Banker nicht reichen, vertrauenswürdig zu sein, um das Vertrauen in die Branche wieder herzustellen, sagte der frühere Investmentbanker Leithner.

„Es wird in Zukunft mehr Eigenschaften erfordern.“ Die Banker der Zukunft müssten besser ausgebildet sein und mehr Zeit damit verbringen, um zu lernen. Das bedeute auch, dass sie im Schnitt älter sein würden. „Es erfordert, dass sich viele Personen neu erfinden“, forderte Leithner.

Deutsche Bank

Die Deutsche Bank hat vor kurzem angekündigt, knapp 2000 Stellen vor allem im Investmentbanking zu streichen. Erst am Dienstagabend stellte die Vermögensverwaltungs-Tochter Sal. Oppenheim einen „signifikanten“ Stellenabbau an. Nach Reuters-Informationen könnte er bis zur Hälfte der 930 Arbeitsplätze dort betreffen.

 

  • 22.11.2012, 00:08 Uhrabc

    Woher kommt eigentlich die Idee, Frauen seien per se teamorientiert?

    Ein Team ist IMO eine Gruppe von Menschen, die gemeinsam eine bestimmte Aufgabe erfüllen, die für einen einzelnen Menschen zu groß ist. Dafür braucht es Vertrauen, Respekt und ein Zusammenspiel von individuellen Fähigkeiten.

    Um das klassische Urmenschen-Bild zu gebrauchen: Beeren-Suchende-Frauen brauchten weder ein Zusammenspiel individueller Fähigkeiten, noch gab es eine große Aufgabe, noch wurden Risiken eingegangen, es braucht also auch weder Respekt noch Achtung.

    Dem gegenüber waren die (diesmal) Bären-Suchenden-Männer. Einen Höhlenbär oder Mammut zu jagen ging nur im Team. Dabei musste sich jedes Teammitglied auf den Einsatz seiner Kollegen verlassen können. Es brauchte Respekt, Achtung, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit.

    Daher: Teamfähigkeit ist eine typisch männliche Fähigkeit.

    Gleiches lässt sich übrigens über Kommunikationsfähigkeiten sagen: Kommunikation und das führen von Verhandlungen ist die entscheidende Fähigkeit beim Zusammenstellen von Team. Frauen haben dagegen vor allem eine Fähigkeit ununterbrochen zu plappern. Das war wichtig, weil Kinder auf diese Weise sprechen lernen. Wenn die Kinder dann sprechen konnten, konnten sie die Männer bei der Jagd begleiten und teamorientiertes handeln lernen.

    Daher: Die Deutsche Bank will etwas weibliches, aber eigentlich wollen sie Männer die ihren Job machen. Ja, es ist zur

  • 21.11.2012, 21:23 UhrKundenberater

    Eine spannende Idee von Herrn Leitner: Noch besser ausgebildet, noch internationaler, noch technikaffiner.
    Lieber Herr Leitner,diese Eigenschaften helfen niemanden um Vertauen zu gewinnen. Vertrauenswürdig bedeutet offen im Umgang miteinander, klare Aussagen, Einhalten von Höflichkeiten und Zusagen und besonders Ehrlichkeit.Bin zwar lediglich Kundenberater und weit vom Management entfernt, doch über 30 Jahre Kundenerfahrung zeigen, dass Kunden auch im Fall von Fehler bereit sind weiter mit dem Berater zu arbeiten, so er denn dazusteht. Ansonsten hilft
    dem bestausgebildeten Mensch sein Wissen eh nicht. Ich glaube, daran krankt das System.

  • 21.11.2012, 17:48 Uhrkraehendienst

    Beitrag von der Redaktion gelöscht. Bitte bleiben Sie sachlich.

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