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Deutsche Bank: Interessenten reißen sich um Vermögensverwaltung

Der Verkauf der Vermögensverwaltung rückt näher. Mitte des Monats soll eine erste Entscheidung gefällt werden. Für Kevin Parker, den Chef der Sparte Asset Management, kann das Geschäft die Karriere verändern.

Ende November stellte die Deutsche Bank einen Großteil der kriselnden Vermögensverwaltung auf den Prüfstand. Quelle: AFP
Ende November stellte die Deutsche Bank einen Großteil der kriselnden Vermögensverwaltung auf den Prüfstand. Quelle: AFP

New York/FrankfurtFür Kevin Parker rückt die Zeit der Entscheidung näher. Der Chef der Sparte Asset Management der Deutschen Bank kann beim geplanten Verkauf von großen Teilen der Vermögensverwaltung einen neuen Karriereweg einschlagen. Nach der Einschätzung aus Finanzkreisen werden alle Käufer versuchen, den Topmanager des deutschen Branchenprimus zu sich zu lotsen. Indem sie Parker, der derzeit im Group Executive Committee – dem zweithöchsten Gremium der Deutschen Bank sitzt – an Bord holen, wollen die Käufer einen Aderlass unter den übrigen Leistungsträgern der Sparte vermeiden.

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Schon bald wird sich für Parker die Zahl der Interessenten einschränken, mit denen er weiter rechnen muss. Bis Mitte vergangener Woche mussten 50 potenzielle Käufer ein erstes unverbindliches Angebot abgeben. Dazu gehören Vermögensverwalter wie Blackrock und JP Morgan Asset Management, laut Finanzkreisen aber auch Depotbanken wie die Bank of New York Mellon und State Street sowie Finanzinvestoren. Die Zahl der Interessenten, die in die zweite Bieterrunde kommen, dürfte maximal zehn sein, heißt es. Eine Entscheidung wird für Mitte Januar erwartet. Die Deutsche Bank wollte das nicht kommentieren.

Kevin Parker: Der Deutsche-Bank-Manager ist ein gefragter Mann. Quelle: picture-alliance/ dpa
Kevin Parker: Der Deutsche-Bank-Manager ist ein gefragter Mann. Quelle: picture-alliance/ dpa

Die Deutsche Bank hatte Ende November einen Großteil der kriselnden Vermögensverwaltung auf den Prüfstand gestellt. Insider rechnen mit einem Verkaufserlös von zwei Milliarden bis drei Milliarden Euro, da der Geschäftsbereich relativ geringe Risiken birgt. Der Verkauf wird aus New York heraus geführt mit Parker an der Spitze. Unterstützt wird er vom US-Manager Eric Heaton, Leiter Financial Institutions America und von William Nock, Leiter Asset Management of America.

Das Geschäft splittet sich auf in DB Institutional AM mit einem verwalteten Vermögen von 311 Milliarden Euro, Rreef Alternative, wo über Immobilien und alternative Investments wie Infrastruktur und Rohstoffe 57 Milliarden Euro verwaltet werden und DWS Americas mit 42 Milliarden Euro. Insgesamt stehen damit verwaltete Vermögen von 410 Milliarden Euro und rund 1 500 Mitarbeiter zur Disposition. Ausgeklammert sind die Geschäfte der Fondsgesellschaft DWS in Europa und Asien, die rentabel sind und bei der Deutschen Bank bleiben sollen.

Deutsche Bank

Erhalten sie den Zuschlag, können sich Interessenten Parker sowohl als Ko-Vorstandschef mit einem zweiten Manager oder aber als Aufsichtsratschef oder Chairman vorstellen. Für den Amerikaner, der seit 2002 das Asset Management der Deutschen Bank führt, wäre das ein guter Wechsel. Denn das Verhältnis des langjährigen Weggefährten des ehemaligen Chef-Investmentbankers Edson Mitchell mit dem Duo Anshu Jain und Jürgen Fitschen gilt als angespannt. Der Inder und der Deutsche werden aber künftig die Bank führen.


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