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Die Schätze der Banken: BayernLB erlebt Alptraum auf dem Hitler-Berg

Den Obersalzberg machte der Nazi-Diktator nach der Machtübernahme 1933 zu einer Art zweiter Regierungszentrale. Die Investition der Bayerischen Landesbank sollte ein halbes Jahrhundert später den bösen Fluch vergessen machen. Doch das Luxushotel in Berchtesgaden bringt bislang nur Millionenverluste. Nun gibt es immerhin einen Lichtblick.

Ein Blick in den Wohnteil der Präsidentensuite im neuen Intercontinental Resort Berchtesgaden auf dem Obersalzberg. Quelle: dpa
Ein Blick in den Wohnteil der Präsidentensuite im neuen Intercontinental Resort Berchtesgaden auf dem Obersalzberg. Quelle: dpa

DÜSSELDORF. Diktatoren hatten schon immer ein besonderes Händchen für die Schönheit ihrer Landsitze. Benito Mussolini hatte sich den Großmeisterpalast auf Rhodos ausgeguckt, Adolf Hitler den malerischen Obersalzberg in den bayerischen Alpen. Die Zuneigung des "Führers" zu dem Berg oberhalb von Berchtesgaden war groß. Bereits nach seiner Entlassung aus dem Landsberger Gefängnis suchte der Jungpolitiker in der weiß-blauen Bergidylle Erholung und schrieb hier den zweiten Teil seines unseligen Buches "Mein Kampf".

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Nach der Machtübernahme 1933 machte der Diktator das vom Tourismus bereits entdeckte Obersalzberg - der Unternehmer Carl von Linde hat hier einst seine Sommervilla - zu einer Art zweiter Regierungszentrale. Nach und nach wurden die einheimischen Bergbauern brutal vertrieben, die Nazis übernahmen ihre Häuser.

Ein riesiges Sperrgebiet mit Villen, Bunkern und sogar einem Bordell entstanden. In dieser imposanten Berglandschaft empfing Hitler nicht nur faschistische Kollegen wie Benito Mussolini, hier plante er auch die Vernichtung der Juden und den Zweiten Weltkrieg. Der "böse Berg" hat sich davon nie mehr erholt. Der Taten und die Täter gleichen einem Fluch, der über der verträumten Berglandschaft liegt.

Mit der Investition der Bayerischen Landesbank sollte sich ein halbes Jahrhundert später alles ändern. Im Frühjahr 2005 wurde das Fünf-Sterne-Hotel "Intercontinental Berchtesgaden Resort" eröffnet. Rund 50 Millionen Euro ließ die Landesbank für den hufeisenförmigen Bau springen, der mit seinem komfortablen Minimalismus fasziniert.

Viel Glas, viel Marmor, jede Menge Lärche. Ein riesiger offener Kamin vor einer gewaltigen Glaswand samt opulenter Whisky-Bar lädt zum Verweilen ein. Vom nie überfüllten Pool öffnet sich der Blick auf ein grandioses Alpen-Panorama. Das Ein-Sterne-Restaurant "Le Ciel" entführt seine Gäste in den Gourmet-Himmel. Das Luxushotel auf dem früheren Gelände des Nazi-Granden Hermann Göring lässt keine Wünsche offen.

Eigentlich ein Traum. Doch für die Bayerische Landesbank ist der Obersalzberg bislang ein Alptraum.

Denn das Fünf-Sterne-Haus, das einzige im Landkreis Berchtesgaden, kommt die Bank teuer zu stehen. Im vergangenen Jahr beliefen sich die Verluste der Landesbank-Tochter namens Berchtesgaden International Resort Betriebs GmbH auf 3,905 Mio. Euro. Das geht aus dem Jahresabschluss der Landesbank-Tochter hervor, der dem Handelsblatt vorliegt. Im Jahr 2008 lag das Defizit noch bei 2,937 Mio. Euro. Seit dem Bau vor fünf Jahren soll die Bank rund 18 Mio. Euro in den Sand gesetzt haben.

  • 11.09.2010, 15:34 UhrAnonymer Benutzer: Manuel Venator

    Venator heißt der fiktive Erzähler des Romans von Ernst Jünger Mann hinter der bar des neuen Romans von Ernst Jünger.Er ist kein "Jäger" wohl aber ein Forscher, ein"Lauscher".Nachtsteward auf der Kashbah von Eumeswil. im innersten Sperrkreis der Macht tut der junge Mann hinter der bar seinen unauffälligen, flott-bescheidenen Dienst. Als Historiker, Sproß einer Familie von Historikern, macht er nebenbei seine Notizen, studiert am Modell,aus nächster Nähe, das Spiel der politischen Kräfte, die Strategie des Potentaten, das Regelwerk von Herrschaft und Gesellschaft. Er vergleicht die Eindrücke unmittelbarer Gegenwart mit dem,was das Luminar, eine Zeitmaschine, Relikt aus den Tagen der Hochtechnik,an bildern aus der Vergangenheit ihm zuspielt.Zugleich entwirft der livrierte Kellner,das Konzept seiner individualstrategie: er begreift sich als Anarchen,Pendant des Monarchen,freier als dieser, der seiner Macht dienen muß, und feier als die anderen, die als Opponenten verschiedener Couleur abhängig bleiben von dem, was sie bekämpfen.
    in einer Welt, wo Gleichheit die Freiheit konsumiert hat, geht er der Gleicheit auf den Grund, durchbricht die Schicht der verflachten Konformität und und macht sich zum Eigner der Elementarsubstanz, die in jedem verborgen ist und jedem zusteht: der Anarchie( die vom Anarchimus verkannt oder verraten wird). Ein Radikaler, nicht im Sinne der Auflehnung.Ein Neutraler. Einer, der frei wird von fremden Ansprüchen,indem erdie eigenenAnsprüche an andere zurücknimmt.Ein Gelehrter, dem das Wissen zum Organ der Witterung wird. Einer,der im Abgestorbenen die Chiffren des Lebens gewahrt,auf fossilem Grund das beben des Kommenden spürt, auf schiefer Ebene sich leicht und gerade hält.
    Leichtigkeit dieser Art ist verlockend als Postulat. Sie bezwingt und befreit, wo sie im Gestus des Denkens, in der präzisen,tänzerischen Artistik Leib gewordener Sprache begegnet. Die Kraft der unterscheidenden Einsicht verwandelt sich in der Dichtung zurück zu Erscheinung.Aus der Desillusionierung erwächst der Traum. Der Schmerz des Zurückblickenden wird zur Netzhaut votausschauender Ahnung. Eine planierte Welt erweist sich als bühne unerwarteter Ankunft. Szenen großer Verwandlung dämmern auf.Das Notwendige tritt hervor, als wäre es ein Spiel.

  • 11.09.2010, 13:05 UhrAnonymer Benutzer: E.Jünger

    Der Anarch schreibt wie er will,auch da hat er eigene Regeln.Der Anarch ist allerdings kein Anarchist!Der Kenner weiß bescheid.

  • 10.09.2010, 18:53 UhrAnonymer Benutzer: Gast

    Ein wunderschönes Hotel mit fantastischem blick.
    Von einem Fluch habe ich nichts gemerkt. Selbst
    das Kehlsteinhaus das Hitler nur 13 mal besucht
    hat wegen seiner Aufzugphobie ist unbeschreiblich
    schön. Man muß sich nicht alles von der braunen
    bande vermiesen lasse. Ein tolles Resort und nur
    ca. 35 km vom Airport Salzburg ist immer eine Reise wert.

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