
WASHINGTON. Der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes (DSGV), Heinrich Haasis, fordert die unterschiedslose Einführung der strengeren Eigenkapitalregeln nach Basel III für alle Banken weltweit. Zwar müssten die großen und risikobehafteten Institute eine besondere Vorsorge treffen. Denn die Erfahrung zeige, dass hier im Zweifel der Staat die Banken retten muss, um die Volkswirtschaften für unabsehbaren Schäden zu bewahren. Doch mit den jüngsten Entscheidungen der im Baseler Ausschuss organisierten 27 Notenbanken und Finanzaufsichten sei klar, dass künftig für alle Banken ein- und dieselben Eigenkapitalanforderungen gelten.
Deshalb könne es nicht angehen, dass die USA offenbar schon wieder einen Sonderweg beschreiten und nur die großen internationalen Institute die neuen Regeln nach Basel III umsetzen würden. Das bedeute im Umkehrschluss, dass die kleinen regional tätigen Kreditinstitute in den USA die neuen Vorschriften nicht enwendeten. In Europa sollten die Basel-III-Regeln aber unterschiedslos von der kleinsten Sparkasse bis zur größten Geschäftsbank gelten. „Deshalb sollten spätestens bei der Überführung der Eigenkapitalregeln in europäisches Recht noch einmal sorgfältig überprüft werde, wie eine Differenzierung nach Risiken und damit auch nach kleinen regionalen und großen systemrelevanten Instituten möglich ist“, forderte Haasis auf.
Der Präsident zeigte sich überzeugt, dass die Sparkassen die neuen Eigenkapitalanforderungen bewältigen können. Sie hätten bereits in den beiden letzten, nicht einfachen Jahren die Eigenkapitalquote von 13,1 auf 14,8 Prozent gesteigert. Und die wichtigere Kernkapitalquote der Sparkassen liege schon heute bei 9,7 Prozent. Basel III schreibt ab 2013 eine Kernkapitalquote von 4,5 Prozent vor, die schrittweise auf bis zu 10,5 Prozent angehoben werden kann. Auch im laufenden Jahr werden die Sparkassen nach den Worten Haasis ihr Eigenkapital erneut ausbauen. „Sie werden Gewinne etwa in Vorjahreshöhe schreiben“, sagte er. Durch eine Überführung in das Eigenkapital kann Kapitaldecke dann erweitert werden. Im vergangen Jahr erzielten die 431 Sparkassen einen Jahresüberschuss von 2,66 Mrd. Euro.
Überschrift falsch?
Also wenn ich den Artikel und den Satz von Herrn Haasis:" Deshalb sollten spätestens bei der Überführung der Eigenkapitalregeln in europäisches Recht noch einmal sorgfältig überprüft werde, wie eine Differenzierung nach Risiken und damit auch nach kleinen regionalen und großen systemrelevanten instituten möglich ist." richtig interpretiere, dann halte ich die Überschrift für falsch.
Man ist eher daran interessiert, dass auch in Europa für kleine institute basel iii nicht in vollem Umfang umgesetzt wird, oder?
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