Banken

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Ex-HSBC-Mitarbeiter: Mutmaßlicher Bankdaten-Dieb festgenommen

Auf Antrag der Schweizer Behörden in Barcelona ist ein ehemaliger Angestellter der Großbank HSBC festgenommen worden. Er wird verdächtigt, vor einigen Jahren Daten von rund 15.000 Kunden entwendet zu haben.

Das Logo der britischen Großbank HSBC. Quelle: dpa
Das Logo der britischen Großbank HSBC. Quelle: dpa

ZürichDie Schweiz lässt bei der Verfolgung von Bankdaten-Dieben nicht locker. In Barcelona wurde nach Angaben der Schweizer Behörden vor drei Wochen ein ehemaliger Angestellter der britischen Großbank HSBC festgenommen. Der Informatik-Spezialist Herve Falciani soll rund 15.000 Namen von Kunden der Genfer HSBC-Tochter an sich gebracht und 2009 den französischen Behörden zugänglich gemacht haben.

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Nach Angaben des Bundesamtes für Justiz vom Dienstag hat die Schweiz am 5. Juli die Auslieferung Falcianis beantragt. Das spanische Justizministeriums will den Antrag innerhalb von 40 Tagen und damit bis spätestens Mitte August behandeln.

Falciani selbst hat sich Ende 2009 in französischen Medien dazu bekannt, Kundendaten seines ehemaligen Arbeitgebers kopiert und nach Frankreich mitgenommen zu haben. Geld sei für ihn aber nie im Spiel gewesen, sagte er damals dem Sender France 2. Die Affäre führte vorübergehend zu einer diplomatischen Verstimmung zwischen Bern und Paris. Später erhielt die Schweiz Kopien der Datensätze und HSBC bestätigte 2010, dass die fraglichen Daten tatsächlich von ihr stammten.

UBS, Credit Suisse und andere Schweizer Banken

Ende Dezember des vergangenen Jahres verurteilte ein Gericht einen ehemaligen Mitarbeiter der Großbank Credit Suisse wegen Wirtschaftsspionage und Verletzung des Bankgeheimnisses zu zwei Jahren Gefängnis auf Bewährung. Der Mann gab zu, Kontoangaben von vermögenden deutschen Kunden der Credit Suisse abgeschrieben und einem Mittelsmann übergeben zu haben, der sie für 2,5 Millionen Euro an Nordrhein-Westfalen verkaufte. Der aus Österreich stammende Mittelsmann beging 2010 im Gefängnis Selbstmord.

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