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Fannie Mae und Freddie Mac: Obamas Billionen-Dollar-Problem

Die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac halten den schwer angeschlagenen amerikanischen Häusermarkt am Laufen – und verbrennen dafür Hunderte Milliarden an Steuergeldern. Die US-Regierung unter Präsident Barack Obama will die beiden Institute reformieren. Doch radikale Änderungen könnten einen Rückfall in die Rezession auslösen.

Zentrale des US-Hypothekenfinanzierers Fannie Mae: Politisches und wirtschaftliches Minenfeld. Quelle: dpa
Zentrale des US-Hypothekenfinanzierers Fannie Mae: Politisches und wirtschaftliches Minenfeld. Quelle: dpa

NEW YORK. Sie sind die billionenschweren Stützen des amerikanischen Häusermarktes: Die Hypothekenfinanzierer Fannie Mae und Freddie Mac halten den immer noch schwer angeschlagenen Markt am Laufen – und verbrennen dafür Hunderte von Milliarden Dollar an Steuergeldern. Eine Lösung muss her – das hat auch US-Präsident Barack Obama eingeräumt. Im Januar will die Regierung einen ersten Reformvorschlag vorlegen. Um in einem ersten Schritt über die Zukunft von Fannie und Freddie zu diskutieren, hatte Finanzminister Tim Geithner am Dienstag Banker, Ökonomen, Investoren und Wissenschaftler zu einer Häuserkonferenz nach Washington geladen.

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Doch die Restrukturierung der vor gut zwei Jahren verstaatlichten Institute ist ein politisches und wirtschaftliches Minenfeld. Die Hypothekengiganten sind seit dem staatlichen Eingriff für das Wohl der US-Wirtschaft immer wichtiger geworden. Sie stehen für über 90 Prozent der derzeit ausgegebenen Häuserkredite. „Das System zu reparieren ist eines der kompliziertesten und weitreichenden politischen Probleme unseres Landes“, gab Geithner zu bedenken.

Bei zu viel Unruhe droht eine neue Rezession

Zusammen halten oder garantieren Fannie und Freddie Hypotheken im Wert von über 5 000 Mrd. Dollar – das ist mehr als das Bruttoinlandsprodukt von Deutschland. Weitreichende Änderungen sind riskant: „Es besteht die Gefahr, dass wir mit der Reform eine Panik auf dem Häusermarkt auslösen und einen Rückfall in die Rezession verursachen“, warnt Immobilienexperte Mark Calabria vom liberalen Think-Tank Cato Institute.

Dass die Hypothekenfinanzierer reformiert werden müssen, darüber sind sich in Washington alle einig. Doch schon jetzt zeichnen sich grundlegende Differenzen entlang der Parteilinien ab. Die oppositionellen Republikaner fordern, dass sich der Staat künftig aus dem Häusermarkt weitgehend fernhält und das Feld ganz der privaten Wirtschaft überlässt. Die Folge könnten steigende Hypothekenzinsen sein, die derzeit so niedrig sind wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Zudem könnten die Häuserpreise weiter fallen, die Zahl der Zwangsversteigerungen könnte zunehmen.

Die Demokraten wollen dagegen, dass der Staat weiterhin eine gewisse Rolle spielt, um Hypotheken für einen breiteren Teil der Gesellschaft finanzierbar zu halten. „Für viele Amerikaner ist das eigene Haus ihr größter Vermögenswert, und am Häusermarkt hängen Millionen von Arbeitsplätze“, sagte Geithner. Man müsse deshalb behutsam vorgehen. Er sprach sich dafür aus, die Aktivitäten von Fannie und Freddie langsam zurückzufahren, um mehr Raum für private Unternehmen zu schaffen.Die Portfolios der Institute müssten abgewickelt werden.

Mehr als 300 Ideen haben Wissenschaftler und Interessensvertreter beim Finanzministerium eingereicht. Diskutiert wird derzeit unter anderem eine Zusammenlegung der Institute ebenso wie eine Aufspaltung in einen privatisierten und in einen weiterhin staatlich geführten Teil.

Für US-Präsident Obama tut sich nach der gerade erst verabschiedeten Finanzreform damit das nächste kontroverse Mammutprojekt auf. Die Regierung hatte sich dafür entschieden, die Zukunft von Fannie und Freddie in einem gesonderten Gesetz zu behandeln, um die umfassende Neuordnung der Finanzmärkte nicht noch weiter zu verkomplizieren. Doch die Finanzreform, warnen Marktbeobachter, ist erst dann abgeschlossen, wenn für Fannie und Freddie eine Lösung gefunden ist. Ob sich am Ende die Demokraten oder die Republikaner durchsetzen, hängt auch von den Kongresswahlen im November ab, bei denen die Demokraten ihre Mehrheit im Repräsentantenhaus verlieren könnten.

  • 18.08.2010, 00:26 UhrAnonymer Benutzer: Besserwisser

    Nein, dass wird für die USA das größere Problem, nämlich China!!!!

    http://www.spiegel.de/politik/ausland/0,1518,688185,00.html

  • 17.08.2010, 23:42 UhrAnonymer Benutzer: no.7

    Ein Riesengeschäft für die Wallstreet- die allerdings macht damit Gewinn, während die Milliardenverluste dieser "Firmen", bei denen schon der Name sagt, was für einen abstrusen Zweck sie haben, der staatshaushalt die Verluste begleicht. Tolle art, geschäfte zu machen, da sieht man sofort, wohin der hase läuft. Der nur hinausgeschobene Finanzkollaps der USA kommt näher. Dies ist im wahrsten Wortsinn ein Faß ohne boden, die amis bilden sich scheinbar ein, auf diese Weise ihre Hypothekenschulden billig loswerden zu können. Woher aber das geld nehmen, wenn nicht stehlen ? Da wird obama wieder Geld drucken lassen müssen, denn er steht so langsam aber sicher mit leeren Taschen da.

  • 17.08.2010, 23:35 UhrAnonymer Benutzer: OttoChilli

    Das ist unfaßbar bullish, sehen Sie nur, die gute Stimmung schwappt schon auf die europäischen Märkte über. boo Ya!!

    Fraud as much as we can! Yes we can!

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