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Finanz-Ranking: Chinas Banken haben die Nase vorn

Gegenüber europäischen Geldhäusern schneiden die Banken in China immer besser ab. Bei Gewinn und Kapitalausstattung haben sie die Konkurrenz zum Teil sogar abgehängt. Allerdings profitieren sie auch von Europas Krise.

Eine Niederlassung der Industrial & Commercial Bank of China (ICBC) in Peking. Quelle: Reuters
Eine Niederlassung der Industrial & Commercial Bank of China (ICBC) in Peking. Quelle: Reuters

PekingDie Finanzkrise hat eine deutliche Verschiebung der Gewichte in der Finanzindustrie gebracht. China verfügt inzwischen nicht nur über die größten, sondern auch über die profitabelsten Banken der Welt. Das ist das Ergebnis einer Rangliste des renommierten Branchenmagazins „The Banker“, das in London erscheint. „Europas Verlust ist Chinas Gewinn“, sagte Brian Caplen, Chefredakteur der Zeitschrift, der Nachrichtenagentur Reuters.

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Chinesische Institute führen das Ranking der Firmen mit den höchsten Gewinnen mit Abstand an. Die Industrial and Commercial Bank of China (ICBC) ist demnach nicht nur das am Markt größte Geldhaus der Welt. Das Institut ist mit einem Vorsteuergewinn von 272 Milliarden Yuan (34 Milliarden Euro) auch die bestverdienende Bank. Auf dem zweiten Platz folgt die China Construction Bank (CCB), wie die ICBC eine Vollbank mit breiter Kundenbasis in dem schnell wachsenden Schwellenland. Wenig überraschend kommt daher auch Platz drei: Die Bank of China (BoC) gehört ebenfalls zu den landesweit tätigen nationalen Champions.

Erst auf Platz vier der Hitliste von „The Banker“ kommt ein westliches Institut: die Investmentbank JP Morgan aus den USA. Europäische Banken fallen eher durch Extremplatzierungen am anderen Ende der tausend Zeilen langen Tabelle auf. Die National Bank of Greece und die belgische Dexia liegen mit zweistelligen Milliardenverlusten ganz am Ende.

Die Gewichte haben sich der Studie nach enorm schnell verschoben. Chinas Banken haben im vergangenen Jahr ein knappes Drittel der weltweiten Bankengewinne eingestrichen. Vor fünf Jahren waren es lediglich vier Prozent. Der Gewinnanteil der europäischen Institute ist im gleichen Zeitraum von 46 Prozent auf magere sechs Prozent gefallen. Die Lage hat sich damit ziemlich genau umgedreht.

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