
HB FRANKFURT. Unter anderem durch Einsparungen in der Verwaltung sollen die Kosten 2009 um zwölf Millionen und im nächsten Jahr um weitere zehn Millionen Euro sinken, teilte das Unternehmen am Mittwoch in Wiesloch bei Heidelberg mit. Zudem entfielen in diesem Jahr Sonderbelastungen von zwölf Millionen Euro, die 2008 den Gewinn gedrückt hatten. Der Überschuss aus dem fortgeführten Geschäft - ohne die zum Verkauf gestellte Tochter in Österreich - schrumpfte 2008 um 60 Prozent auf 31,1 Millionen Euro.
Eine Erlösprognose für 2009 wagte MLP nicht. Der Finanz- und Versicherungsmakler sei "verhalten optimistisch" und wolle sich besser schlagen als die Konkurrenz, hieß es nur.
Im gewöhnlich starken vierten Quartal hätten sich die Kunden beim Abschluss von Altersvorsorge-Verträgen zurückgehalten, die Erlöse in dem Bereich seien auf 123,8 Millionen Euro von 156 Millionen im Vorjahreszeitraum geschrumpft. In der Vermögensverwaltung habe die Klientel - vor allem Akademiker - dagegen im Dezember vor Inkrafttreten der Abgeltungssteuer den Rekordwert von 280 Millionen Euro angelegt. Das betreute Vermögen sei 2008 dank des Endspurts inmitten der Finanzkrise mit 11,4 Milliarden Euro stabil geblieben.
Die Zahl der Kunden stieg 2008 um 27 000 auf 730 000. Dabei seien 42 000 neue Kunden gewonnen worden. Die Zahl der Berater ging um fünf Prozent auf 2 428 zurück.