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Finanzinvestor steigt aus: Deutsche Bank wird Springer-Großaktionär

Die Deutsche Bank ist beim Verlag Axel Springer eingestiegen. Deutschlands größtes Geldhaus musste ein Paket von 8,4 Prozent der Aktien übernehmen An der Börse ist das Paket 123 Millionen Euro wert. Dabei ist unklar, ob das Engagement der Deutschen Bank so ganz freiwillig ist.

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Axel Springer gehört mehrheitlich Friede Springer. Nun ist auch die Deutsche Bank ein Großaktionär. Foto: ap Quelle: ap
Axel Springer gehört mehrheitlich Friede Springer. Nun ist auch die Deutsche Bank ein Großaktionär. Foto: ap Quelle: ap

HB MÜNCHEN. Fünf Jahre nach dem Einstieg hat der US-Finanzinvestor Hellman & Friedman sein Engagement beim Verlag Axel Springer weitgehend wieder beendet. Hellman & Friedman habe ein Paket von 8,4 Prozent der Springer-Aktien an die Deutsche Bank veräußert und halte nun nur noch 1,6 Prozent, teilte Springer am Donnerstag mit. Die Bank will das Aktienpaket nach Angaben von Springer erst nach einer Erholung an den Börsen über den Markt verkaufen. Damit stiege dann der Streubesitz des "Bild"-Herausgebers von derzeit 23,1 Prozent.

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Der Finanzinvestor hatte bereits vor zwei Jahren seinen Anteil an Springer halbiert. Damals hatte er für die Aktien noch je 122 Euro erlöst. Am Donnerstag lag die Aktie 3,25 Prozent im Plus bei 44,65 Euro.

Hellman & Friedman war im Herbst 2003 für 350 Mio. Euro mit 19,4 Prozent bei Springer eingestiegen. Die Aktien hatte die Deutsche Bank zuvor als Pfand vom Medienunternehmer Leo Kirch erhalten. Die Deutsche Bank hatte den Aktienkauf durch Hellman & Friedman mitfinanziert. Der Finanzinvestor hatte die Wahl, den Kredit in bar oder in Aktien zu tilgen - und hat sich nun für letzteres entschieden.

Mit 51,5 Prozent gehört die Mehrheit des Verlagshauses der Axel Springer Gesellschaft für Publizistik, die von Verlagserbin Friede Springer kontrolliert wird. Sieben Prozent hält Friede Springer selbst.

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