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Finanzkrise: Bear Stearns Ex-Chefs keiner Schuld bewusst

Der Zusammenbruch der Investmentbank Bear Stearns leitete die heiße Phase der Finanzkrise ein. Jetzt haben die einstigen Top-Manager ihr Handeln verteidigt. Sie sehen sich als hilflose Opfer gewaltiger Marktkräfte.

Eine Dollar-Note hängt an der Tür von Bear Sterns. Quelle: Reuters
Eine Dollar-Note hängt an der Tür von Bear Sterns. Quelle: Reuters

HB WASHINGTON. Die früheren Chefs der in der Finanzkrise zusammengebrochenen Investmentbank Bear Stearns haben ihre damalige Geschäftspolitik verteidigt. Die Bank habe sich nicht gegen die "gewaltigen Marktkräfte" wehren können, heißt es in einer schriftlichen Stellungnahme von James Cayne für einen Untersuchungsausschuss zur Finanzkrise. Am Mittwoch sollen er und sein Nachfolger Alan Schwartz persönlich vor dem Ausschuss erscheinen.

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Die traditionsreiche Investmentbank war im Jahr 2008 das erste Institut an der Wall Street, das wegen der Kreditkrise aufgeben musste. Der Ausschuss beschäftigt sich mit der Frage, wie Banken außerhalb von Aufsichtsbehörden in einer Art "Schattensystem" arbeiten konnten.

Cayne führt den Zusammenbruch seiner Bank auf einen ungerechtfertigen und irrationalen Vertrauensverlust des Marktes zurück. Nach seinen Worten hätte man abgesehen von einem Verkauf des Unternehmens nichts tun können, um den Zusammenbruch zu verhindern.

Bear Stearns wurde schließlich im Frühjahr 2008 vom Konkurrenten J.P. Morgan geschluckt. Im selben Jahr ging die Bank Lehman Brothers pleite, und Merrill Lynch wurde von der Bank of America übernommen.

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