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Finanzkrise: Die Wahrheit über den Zustand der Banken

Die Schuldenkrise macht die Kanzlerin weiter nervös: Angela Merkel hat erneut versprochen, die Banken notfalls mit Steuergeld zu retten wie 2008. Wie sicher sind Europas Geldhäuser noch? Die Bankaufseher zittern bereits.

Treffen von Finanzexperten im Bundeskanzleramt in Berlin. Quelle: dapd
Treffen von Finanzexperten im Bundeskanzleramt in Berlin. Quelle: dapd

Berlin/DüsseldorfKanzlerin Angela Merkel (CDU) will europäischen Banken in der Schuldenkrise notfalls rasch mit frischem Kapital unter die Arme greifen. Damit solle eine Bankenkrise wie 2008 abgewehrt werden, machte sie am Donnerstag in Berlin nach einem Treffen mit den Chefs von Weltbank, Internationalem Währungsfonds (IWF) und Europäischer Zentralbank (EZB) deutlich. Zugleich will die Kanzlerin den weltweiten Kapitalfluss schärfer kontrollieren und regulieren.  

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Damit soll das internationale Währungssystem „stabiler und widerstandsfähiger“ gemacht werden. Vorschläge dazu würden dem G20-Treffen am 3. und 4. November in Cannes vorgelegt, sagte Merkel. Damit werde die Arbeit aber noch nicht beendet sein. Man brauche ein „gemeinsames Verständnis im Umgang mit Kapitalströmen“, sagte sie.  

Über die drohende Bankenkrise sagte Merkel, die Politik müsse den Rat der Fachleute „sehr ernst nehmen“. Diese kämen mehr und mehr zur Überzeugung, dass eine Kapitalaufstockung nötig sei. „Ich glaube, wenn die Notwendigkeit dafür besteht, dann ist es vernünftig investiertes Geld, und dann sollten wir nicht zögern, weil die Schäden, die sonst auftreten, um Größenordnungen höher sind.“ Zunächst aber sollten die Banken selbst zusehen, wie sie an ausreichend Kapital kämen.

Europa fürchtet offenbar ein neues Bankenbeben. Wie im Jahr 2008 droht eine Vertrauenskrise: Aus Angst vor einer Krise leihen viele Geldhäuser anderen Banken kein Geld mehr - und beschwören damit die Krise erst hinauf. Hinzu kommt die Furcht, dass eine Pleite Griechenlands enorme Löcher in die Bilanzen europäischer Geldhäuser reißen könnte – vor allem in Frankreich und Italien. Die Parallelen zum gerade erst überstandenen ersten Teil der Finanzkrise sind erschreckend. Auch damals liehen sich die Institute kein Geld mehr, denn sie wussten nicht, wie viel Kapital ihre ehemaligen Geschäftspartner in den amerikanischen Subprime-Markt gesteckt hatten. In dieser Situation bemühen sich Europas Staatschefs jetzt um vertrauensbildende Maßnahmen.

Wegen der Schuldenkrise hat sich Angela Merkel heute mit Weltbankchef Robert Zoellick, IWF-Chefin Christine Lagarde (von links) und OECD-Präsident Angel Gurria (re.) beraten. Quelle: dapd
Wegen der Schuldenkrise hat sich Angela Merkel heute mit Weltbankchef Robert Zoellick, IWF-Chefin Christine Lagarde (von links) und OECD-Präsident Angel Gurria (re.) beraten. Quelle: dapd

Die Finanzminister haben die Aufsichtsbehörde European Banking Authority (EBA) darum gebeten, bei den Banken eine neue Runde Stresstests durchzuführen – und zwar unter der Annahme, dass es zu großen Abschreibungen auf griechische Anleihen kommen könnte. Das berichtete am Mittwochabend die „Financial Times“ unter Berufung auf EU-Kreise. Den Angaben zufolge soll die EU darauf bestehen, dass die neuen Stresstests nicht als Vorbereitung für einen griechischen Zahlungsausfall verstanden werden. „Die EBA sieht sich die Kapitalpositionen der Banken an“, teilte die Aufsicht die Aufsicht daraufhin heute prompt mit. Von einem regelrechten Stresstest allerdings will sie nichts wissen.

Nur anschauen oder gleich testen - passieren muss auf jeden Fall etwas. Zur Zeit nämlich verfügen die Marktteilnehmer offenbar nur über unzureichende Informationen, was die Stabilität der großen Banken betrifft. Wie groß die Nervosität ist, belegen die heutigen Zahlen vom Geldmarkt im Euroraum. Die eintägigen Ausleihungen der Geschäftsbanken bei der Europäischen Zentralbank stiegen von 1,361 Milliarden Euro am Vortag auf 3,153 Milliarden Euro zu. Damit liegen die sie so hoch wie zuletzt Mitte September. Die eintägigen Einlagen stiegen ebenfalls - sie kletterten von 213,2 Milliarden auf 221,4 Milliarden Euro. Sie liegen damit so hoch wie zuletzt im Juli 2010 und deutlich über ihrem üblichen Jahresdurchschnitt.

Die eintägigen Einlagen und Ausleihungen der Banken bei der EZB gelten als Indikator für das Misstrauen der Institute untereinander. Normalerweise leihen sich die Banken nur ungern kurzfristige Mittel bei der Notenbank, da sie dafür einen hohen Zins von derzeit 2,25 Prozent zahlen müssen. Für die Einlagen erhalten die Banken hingegen einen nur geringen Zins von aktuell 0,75 Prozent. Kurzfristige Mittel leihen sich die Banken normalerweise lieber untereinander zu günstigeren Konditionen am sogenannten Interbankenmarkt aus. Doch zurzeit gehen sie lieber auf Nummer sicher.

Die US-Bank Morgan Stanley kommt in einer Studie zu einem erschreckenden Ergebnis: „Die Banken in der Kernzone Europas müssen gegen eine Rezession geschützt und die Banken in der Peripherie müssen gegen eine Depression geschützt werden.“ Es brauche ein Notprogramm über 140 Milliarden Euro. Solche Aussagen verunsichern die Märkte, gerade weil sie so realistisch wirken.

  • 07.10.2011, 11:57 UhrPeterScholz1

    Das Wort WAHRHEIT sollte man aus dem Duden streichen.

  • 07.10.2011, 05:02 UhrAnonymer Benutzer: Prophet__Gerechtigkeit

    " OCCUPY Wall Street "
    :::::::::::::::::::::::

    Der Volksaufstand des USA Mittelstand greift auf DE
    über ,Merkel Regierung wird entmachtet .

    Alle Großbanken müssen zerschlagen werden u. somit in das
    Volksvermögen eingegliedern .

    Insolvente Banken kommen nicht in die Staatsmasse u.
    der Bürger übernimmt keine Haftung.

    Merkel wird entmachtet u. DE tritt aus dem EURO u.EU aus.

    Alle jetzigen Parteien werden von den Banken u.Großkapital dominiert u. sind expliziet nicht mehr wählbar !

    Sie sind die Erfüllungsgehilfen der Bilderberger !

    Die Linke u. die Piraten sind gegen den ESM u. die neuen
    Volksparteien .

    Das DEUTSCHE VOLK lehnt alle Verbindlichkeiten ausländischer Staaten ab .

    So wird es kommen !!!

  • 07.10.2011, 02:20 UhrAnonymer Benutzer: PikAs

    Auch ETF's tragen das Emittentenrisiko!

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