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Finanzkrise: Merrill-Chef Thain in der Mangel

John Thain hat gegen Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo eine herbe Schlappe erlitten. Der Ex-Chef der US-Investmentbank Merrill Lynch muss in der Affäre um Milliarden-Bonuszahlungen nämlich weiter Stellung beziehen. Es geht um fast vier Milliarden Dollar.

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Da konnte Ex-Merrill-Chef John Thain (links) noch lächeln. Quelle: ap
Da konnte Ex-Merrill-Chef John Thain (links) noch lächeln. Quelle: ap

HB NEW YORK. In der Affäre um Milliarden-Bonuszahlungen der übernommenen US-Investmentbank Merrill Lynch muss Ex-Chef John Thain auf richterliche Anweisung hin weitere Details zu den Prämien nennen. Der New Yorker Generalstaatsanwalt Andrew Cuomo setzte dies gegen den Willen des umstrittenen Top-Bankers durch, wie US-Medien am Dienstag übereinstimmend berichteten. Thain hatte sich etwa geweigert, den Behörden die Namen der Prämien-Empfänger mitzuteilen.

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Im Zentrum der Ermittlungen stehen Bonuszahlungen von insgesamt fast vier Mrd. Dollar für Merrill-Mitarbeiter trotz enormer Verluste der Bank. Allein 700 Beschäftigte bekamen jeweils mehr als eine Million Dollar. Die Prämien waren noch kurz vor Abschluss der Übernahme der wankenden Investmentbank durch die Bank of America geflossen. Der Finanzkonzern hatte den Kauf im September verkündet und zum Jahresende vollzogen.

Die zunächst als Überraschungscoup gefeierte Übernahme wurde wegen der später entdeckten Milliardenlöcher bei Merrill Lynch für die Bank of America zum Debakel. Konzernchef Kenneth Lewis zwang daraufhin Thain Ende Januar zum Rücktritt. Auch Lewis selbst ist von Cuomo im Zuge der Ermittlungen vorgeladen. Der Generalstaatsanwalt untersucht die Bonuszahlungen einer Reihe von US-Banken, die milliardenschwere Staatshilfen bekamen.

Thain hatte bei seiner Befragung laut Staatsanwaltschaft gesagt, er habe nicht die Erlaubnis der Bank of America, über Details der Bonuszahlungen zu sprechen. Der Richter ordnete den Berichten zufolge an, Cuomo dürfe die Namen zunächst nicht veröffentlichen. Die Bank of America begrüßte diese Entscheidung und nannte die Informationen eine "private" Angelegenheit.

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