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Finanzverband IIF: Banken stemmen sich gegen Regulierung

Die Bankenbranche verschärft den Kampf gegen immer engere Eigenkapitalvorgaben. Der internationale Finanzverband IIF fordert jetzt deutlich, bei der Regulierung auf die Bremse zu treten. Sonst drohe eine Rezession.

Der Finanzverband unter Führung von Josef Ackermann warnt vor Wachstumseinbußen um drei Prozentpunkte bis 2015. Quelle: dpa
Der Finanzverband unter Führung von Josef Ackermann warnt vor Wachstumseinbußen um drei Prozentpunkte bis 2015. Quelle: dpa

WashingtonIm Streit über strengere Kapitalregeln für Banken hat der internationale Finanzverband IIF die Gesetzgeber weltweit zur Mäßigung aufgerufen. Der Kurs, die Vorgaben vor allem für global arbeitende Großbanken immer weiter zu verschärfen, würge die Konjunktur ab und könne sogar in eine erneute Rezession führen, sagte der geschäftsführende IIF-Direktor Charles Dallara am Mittwoch in Washington. Immer neue Reformen schwächten zudem das ohnehin geringe Vertrauen der Märkte weiter. Weitere Bürden könnten das Wachstum in führenden Volkswirtschaften bis 2015 um mehr als drei Prozentpunkte drosseln und insgesamt 7,5 Millionen Arbeitsplätze kosten.

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Auch das Vorhaben, vereinbarte Zeitpläne für die Einführung neuer Regeln wie dem Basel-III-Abkommen zu straffen, seien in der aktuellen schwierigen Wirtschaftslage gefährlich. Bereits jetzt sei die Kreditvergabe in der Eurozone, in Großbritannien und der USA im Vergleich zum Vorjahr gesunken.

Um seine Warnung zu untermauern, schrieb der vom Deutsche-Bank-Chef Josef Ackermann geführte Verband am Mittwoch einen Brief an Finanzminister und Notenbankgouverneure, die in der kommenden Woche an der Tagung des Internationalen Währungsfonds IWF und der Weltbank in Washington teilnehmen werden. Darin fordert der IIF sie auf, ihr Regulierungsprogramm gründlich zu überdenken. Dazu gehöre auch, nationale Alleingänge zu stoppen, die zusätzlichen Druck auf Banken ausübten. Stattdessen sollten eine „weltweit eindeutige geldpolitische, finanzielle und auf das Wechselkurssystem bezogene Regulierung“ in Kraft setzen, wie Dallara sagte. Auch die größten Volkswirtschaften wie die USA und China müssten sich an solche Spielregeln halten.

Banken rund um den Globus müssen in den kommenden Jahren ihre Risikovorsorge um Milliarden stärken, damit sie bei einer neuen Finanzkrise nicht wieder mit gewaltigen Beträgen aus den Staatskassen gerettet werden müssen. Neben dem von der G-20 gebilligten Basel-III-Abkommen sind zusätzliche Kapitalregeln für die Schwergewichte der Branche im Gespräch.

  • 14.09.2011, 21:22 UhrAnonymer Benutzer: melitaz

    Es ist das staatlich Klein-Klein bei der Reglementierung, das den globalen Banken schadet! Jedes Land dreht an einer anderen Stellschraube und die kumulierte Wirkung aller Massnahmen bringt die Banken in Bedrängnis. Aber weil die Politiker die Gesamtfolgen nicht beurteilen können oder wollen, denn die Wutbürger sitzen ihnen im Nacken, schütten sie das Kind mit dem Bad aus. Wenn nun, wie kürzlich zu lesen war, die neue Bankenaufsichtsbehörde in London auch noch Finanztransaktionen nach dem Heimatsitz der Banken besteuern will, wird das Chaos perfekt. Die Folgen werden erst in 1 oder 2 Jahren sichtbar, doch dann
    waschen die Behörden und Politiker die Hände in Unschuld, denn sie haben ja nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt.

  • 14.09.2011, 20:26 UhrAnonymer Benutzer: Pendler

    Und was wollen die Bankien wirklich verbergen?

    Wir alle wissen doch, dass die Banken die Regierungen kontrollieren und nicht die Regierungen die Banken.

    Fact ist, dass in Dt. die Banken das Geld von der Bundesbank / EZB bekommen
    und die Zentralbanken gehören dem Staat.

    Mit anderen Worten, wenn die Staaten Schulden haben, haben sie diese Schulden eigentlich bei sich selbt.

    Oder?

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