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FMS Wertmanagement: Bad Bank der HRE dämmt Verluste ein

Im Jahr 2011 hatte die FMS Wertmanagement noch ein Minus von zehn Milliarden Euro eingefahren. Im ersten Halbjahr 2012 ist der Verlust überschaubar. Doch noch immer liegen Milliarden an Risikopapieren im Portfolio.

Die FMS Wertmanagement hat noch Milliarden an Risikopapieren im Portfolio. Quelle: dpa
Die FMS Wertmanagement hat noch Milliarden an Risikopapieren im Portfolio. Quelle: dpa

MünchenDie „Bad Bank“ der verstaatlichten Hypo Real Estate hat den Steuerzahler dieses Jahr bisher vergleichsweise wenig belastet. Die bundeseigene Abwicklungsanstalt FMS Wertmanagement machte im ersten Halbjahr 50 Millionen Euro Verlust. 2011 hatte sie wegen der Abschreibung auf griechische Staatsanleihen mit rund zehn Milliarden Euro Verlust abgeschlossen.

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Vorstandschef Christian Bluhm sagte am Dienstag, für 2012 erwarte er ein deutlich besseres Ergebnis. Das erste Halbjahr sei deutlich ruhiger verlaufen. Angesichts der Größe und Komplexität des abzuwickelnden Portfolios sei der moderate Verlust akzeptabel.

Die Bad Bank der Hypo Real Estate

  • Abwicklungsanstalt FMS

    Die FMS Wertmanagement ist eine Abwicklungsanstalt, die die hochriskanten Giftpapiere der Krisenbank HRE als so genannte Bad Bank übernommen hat. Sie ist im Sommer 2010 gegründet worden, damit die verstaatlichte Immobilienbank Hypo Real Estate, die mittlerweile als Deutsche Pfandbriefbank auftritt, nach der Finanzkrise einen wirtschaftlichen Neubeginn starten konnte.

  • Die Aufgaben

    Im Oktober 2010 lagerte die HRE Risikopapiere im Wert von 175 Milliarden Euro in die Bad Bank aus. Diese giftigen Papiere soll die FMS Wertmanagement in den kommenden zehn Jahren möglichst ohne größere Verluste wieder zu Geld machen. Die Abkürzung FMS steht für Finanzmarktstabilisierung.

  • Wer für Verluste zahlt

    Für die Verluste der öffentlich-rechtlichen Abwicklungsanstalt kommt der staatliche Rettungsfonds Soffin auf, letztendlich also der Steuerzahler. Im ersten vollständigen Geschäftsjahr 2011 verhagelte die Griechenland-Krise das Ergebnis. Die Risikovorsorge für die Hellas-Papiere betrug 8,9 Milliarden Euro. Insgesamt steht ein Verlust von 9,97 Milliarden Euro zur Buche.

  • Personal

    Die HRE-Bad-Bank beschäftigt der Bilanz zufolge 92 Mitarbeiter. Mitte des Jahres waren es noch rund 70 Mitarbeiter. Zudem greift die Abwicklungsanstalt je nach Bedarf auf externe Dienstleister zurück, die auch beratend tätig sind, und kooperiert mit Unternehmen der HRE-Gruppe.

  • Die Köpfe der FMS

    Den Vorstand der FMS Wertmanagement teilen sich Christian Bluhm und Ernst-Albrecht Brockhaus. Bluhm war zuvor im Management der Bank Credit Suisse, Brockhaus kommt von der Bayerischen Landesbank, wo er auch für die Liquiditätsplanung und -sicherung der BayernLB zuständig war. Die FMS hat einen aus sechs Mitgliedern bestehenden Verwaltungsrat.

Seit Übernahme der Risikopapiere von der verstaatlichten Pfandbriefbank HRE vor zwei Jahren sei das Portfolio von 175,7 auf 151,4 Milliarden Euro verringert worden. Die günstige Refinanzierung ermögliche es, wertgeminderte Papiere bis zum Ende der Laufzeit zu halten und die Verluste zu begrenzen.

Deutsche Bad Banks Das sind die Milliardenfriedhöfe der Geldinstitute

Bad Banks

In den sogenannten Bad Banks haben deutsche Institute seit dem Beginn der Finanzkrise ihre krisenverursachenden Schrottpapiere ausgelagert. Bad Banks sind also die Abwicklungsanstalten der Geldhäuser. Dort sollten die Papiere eigentlich still und leise beerdigt werden. Doch die Abwicklung zieht sich. Es kann noch lange dauern, bis alle Schrottpapiere „unter der Erde“ sind und in Frieden ruhen.
Die Krisengeschäfte wurden von den Banken entweder in externe Gesellschaften ausgelagert oder sie werden intern abgewickelt. Das größte Milliardengrab in Deutschland ist die Bad Bank der Hypo Real Estate (HRE).

Bild: ap

  • 23.10.2012, 22:00 UhrKronecker

    "FMS Risikomanagement" wäre wohl der richtige Slogan. Bei dieser Bank noch von "Wertmanagement" zu sprechen, ist eigentlich dreist.

  • 23.10.2012, 18:19 Uhrmanni

    Das ist das Schöne, wenn man in der sozialistischen EU lebt. Man hat eigentlich nur eine Sorge....

    ...die lieben Banken, die man als Steuerzahler seit Jahren durchfüttern muß. Mit den eigenen sind wir noch nicht fertig, da geht es schon bei den lieben Nachbarn weiter und wir dürfen auch noch deren Bankster in ihren Palästen mit den Bonis mästen.

    Das ist so ein Trauerspiel, da kann man schon mal daran denken, die kleine, rote Haßmütze aufzusetzen.

  • 23.10.2012, 17:22 UhrKronecker

    "Schrottpapiere, still und leise beerdigen, unter der Erde sein." Alles Wortbrocken, die wohl verschleiern sollen. Warum nennen Sie die Dinge nicht beim Namen?

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