
HB BERLIN. "Wir werden aus heutiger Sicht nicht mitmachen, weil wir ja stark sind", sagte Ackermann am Sonntag in der ZDF-Sendung "Berlin direkt". Die Regierung hatte den Deutsche Bank-Chef bereits scharf kritisiert, weil er den staatlichen Rettungsfonds, an dem sein Haus selbst mitwirkte, vehement abgelehnt hatte.
Ackermann sagte dazu: "Ich verstehe die Diskussion überhaupt nicht. Ich bin dankbar, dass wir das Geld für die einsetzen können, die es nötig haben. Und die anderen, die es mit allen Mitteln versuchen, es eigenständig zu machen, die sollten doch nicht kritisiert werden." Deutschland sollte stolz darauf sein, eine Bank zu haben, die in schwieriger Zeit Gewinn erziele. Die Deutsche Bank benötige den staatlichen Rettungsschirm nicht.
Zu den Spannungen mit Regierungsmitgliedern und auch Kanzlerin Angela Merkel (CDU) sagte Ackermann, die Deutsche Bank habe in der Finanzkrise mit Mrd. von Euro viel zur Rettung von Unternehmen beigetragen. "Wenn es mal ein Missverständnis gibt, wäre ein bisschen Gelassenheit vielleicht ganz gut gewesen." Ein Vertrauensverhältnis werde aber nicht so schnell zerstört. Die Bundesregierung sei für ihr schnelles Handeln "zu beglückwünschen". "Wir brauchen ein stabiles Finanzsystem. Und die Banken, die eher schwächer dastehen, die sollen so rasch wie möglich gestärkt werden."
Die Sparer bei der Deutschen Bank müssten keine Angst um ihr Geld haben. Mit dennoch von der Finanzkrise betroffenen Kunden müsse in Einzelfällen gesprochen werden, wenn sie schlecht beraten worden seien.